Neues Thema (Blog 27)

Dieser Blog hat den Untertitel: Über: Gott, die Welt, mein Leben…. usw. Das ist – obwohl es so wirken mag – nicht spontan und lässig dahergeschrieben. „Die Sache mit Gott“ – um den Titel eines theologischen Buches aus den 60er-Jahren aufzugreifen – ist für mich noch relevant und nach bisher 26 Blogs ist „Gott“ nun an der Reihe. Ich hätte schon früher theologische Themen aufgegriffen, aber es war halt lange Zeit zu viel „Papst“ in den Medien – und mir als Protestanten geht es mehr um theologische Inhalte als um eine symbolische Gestalt. Ich hoffe, dass es nun wieder möglich ist, sich diesen Inhalten zu widmen und Interesse und Verständnis für sie zu wecken.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will keinesfalls missionieren, eine Bekehrungsgeschichte erzählen oder gar fundamentalistische Positionen vertreten. Aber mich hat immer interessiert weshalb ich so bin, wie ich bin und weshalb ich so denke, wie ich denke. Ich möchte wissen, wo die Wurzeln meines heutigen Weltbildes liegen. Dieses – auch historische – Interesse ist für mich existentiell wichtig. Ich könnte nicht leben, ohne mich mit diesen Fragen zu beschäftigen und ich glaube, das gilt auch – ohne das es ihnen immer klar ist – für viele meiner Mitmenschen.

Ob man es nun positiv oder negativ sieht: Wir leben in einem Kulturkreis (das europäische Abendland ist gemeint), der seit mehr als einem Jahrtausend eine christliche Prägung aufweist.
Beginnend mit der Nachkriegszeit verändern sich die Werte dieses Kulturkreises immer schneller und in einem immer größeren Umfang. Das macht vielen Menschen Angst. Ich bin überzeugt davon, dass eine Rückbesinnung auf christliche Werte uns helfen könnte, besser und gelassener zu leben. Aber zum einen sind schon zu viele Grundlagen verloren gegangen (Oft können die heutigen Konfirmanden im Gottesdienst nicht einmal mehr das „Vaterunser“ auswendig sprechen), zum anderen werden christliche Lebensweisen und christliche Repräsentanten oft zurecht als unglaubwürdig empfunden.

Daraus resultiert oft eine schroffe Ablehnung. Wer sich – wie ich – als Christ zu erkennen gibt, muss sich häufig rechtfertigen. Von Menschen, die täglich ihr Horoskop lesen, sich mit Tarotkarten befassen und 13te Stockwerke meiden hört man dann: „Wie kannst du so etwas ernst nehmen ? Wie kann man so etwas glauben ?“ Ich will mich rechtfertigen. Ich will Interesse für die christliche Lehre wecken und würde mich freuen, wenn diese Blogs dazu führen würden dass sich einige Leser über die aufgegriffenen Themen Gedanken machen. Weshalb ich als theologischer Laie, der sich seine Kenntnisse autodidaktisch angeeignet hat so etwas tue ?
Um diese Frage beantworten zu können, muss ich autobiographisch werden. Im nächsten Blog mehr dazu.

———-

Meinen nächsten Blog veröffentliche ich am 09.05.2005 (Montag) möglichst um 16.15 Uhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*