Zum ersten Mai….. (Blog 195)

…..mal wieder ein literarisches Rätsel. Es hat mit diesem Tag zu tun. Wer ist der Verfasser des folgenden Textes ?

“ Es ist heute der erste Mai; wie ein Meer des Lebens ergießt sich der Frühling über die Erde., der weiße Blütenschaum bleibt an den Bäumen hängen, ein weiter, warmer Nebelglanz verbreitet sich überall; in der Stadt blitzen freudig die Fensterscheiben der Häuser, an den Dächern bauen die Spatzen wieder ihre Nestchen, auf der Straße wandeln die Leute und wundern sich, daß die Luft so angreifend und ihnen selbst so wunderlich zumute ist; die bunten Vierländerinnen bringen Veilchensträußer; die Waisenkinder mit ihren blauen Jäckchen und ihren lieben unehelichen Gesichtchen ziehen über den Jungfernstieg und freuen sich, als sollten sie heute einen Vater wiederfinden; der Bettler an der Brücke schaut so vergnügt, als hätte er das grosse Los gewonnen; sogar den schwarzen, noch ungehenkten Makler, der dort mit seinem spitzbübischen Manufakturwarengesicht einherläuft, bescheint die Sonne mit ihren tolerantesten Strahlen – ich will hinauswandern vor das Tor…..“

Der Autor war gebürtiger Düsseldorfer, lebte zeitweilig auch in Hamburg und starb in Paris. Er konnte gut austeilen (man spürt das hier andeutungsweise), war aber selber empfindlich gegenüber Kritik. Die Stelle mit dem „ungehenkten Makler“ hatte ein Nachspiel. „Ein Hamburger, der diese Stelle auf sich bezog verwickelte den Autor in Straßenszenen und Polizeiverhandlungen“ heißt es in den Erläuterungen der Reclam-Ausgabe.

Die Auflösung folgt am kommenden Samstag.

easyCredit (Blog 194)

easyCredit

Gestern Nachmittag in der Fussgängerzone in Gelsenkirchen (Bahnhofstrasse). Eine Filliale des Kreditanbieters „easyCredit“ wird eröffnet, die Strasse mit Popmusik beschallt. Junge Frauen in orangefarbenen T-Shirts verteilen Luftballons und fordern per Megaphon oder auch direkter Ansprache auf, in das Ladenlokal einzutreten und 1000 € zu gewinnen. Natürlich werden ausschliesslich jüngere Menschen angesprochen. Dort werden sie von nicht viel älteren Männern in grauen Hosen, hellblauen Hemden und dezenten Krawatten erwartet.

easyCredit ist eine Idee der Norisbank, der ehemaligen Bank des Versandhauses Quelle. Inzwischen ist dieser Bereich an die DZ Bank verkauft, ein Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken. Bei wikipedia liest man: „Im Juli 2005 wagt sich die norisbank AG auf ein neues Geschäftsfeld vor: Den vollständig von anderen Bankdienstleistungen losgelösten Vertrieb des hauseigenen Konsumentenkredites „easyCredit“ über Ratenkredit-Fachgeschäfte in Innenstädten, Einkaufszentren und Ausfallstraßen im Stadtgebiet“.

Nun ist es auch hier soweit. Ganz offensichtlich zielt diese Art der Ansprache darauf ab, junge unerfahrene Menschen dazu zu überreden spontan einen Kredit aufzunehmen. Besonders übel stösst mir der Inhalt eines grossen Aufklebers im Schaufenster auf dessen Inhalt lautet: „Uns ist egal, wofür Sie easyCredit brauchen. Hauptsache, wir machen Sie glücklich“. Darf man so werben ? Eine Frage, die ich mir auch bei anderen Gelegenheiten stelle, etwa wenn behauptet wird, bestimmte Kosmetika könnten Alterungsprozesse aufhalten oder der Genuss obskurer Säfte würde die Leistung des Gedächtnisses positiv beeinflussen.

Offenbar ist es nicht verboten die Unwahrheit zu sagen. Man könnte auch argumentieren, wer solche Aussagen und Versprechen ernst nehme, sei selber schuld. Im konkreten Fall halte ich diese Aussage für einen Verstoss gegen die guten Sitten. Natürlich kann es einer seriösen Bank nicht egal sein, wofür ein Kredit verwendet wird und natürlich ist das persönliche Glück des Kreditnehmers nur ein sekundärer Faktor. Kann man überhaupt seriös sein, wenn man soi wirbt ? Kann die angesprochene Klientel beurteilen worauf sie sich einlässt? Wird hier nicht Naivität und mangelnde Erfahrung schamlos ausgenutzt? Man kann davon ausgehen, dass der dieser Filliale für nicht wenige Menschen der Einstieg in eine zunehmende Verschuldung ist, die letztlich in einer Insolvenz enden wird.

Zu erwähnen wäre noch, dass es sich hier eigentlich nicht um Kredithaie handelt, sondern letztlich um genossenschaftlich organisierte Banken, die ursprünglich einmal als Selbsthilfeorganisationen gegründet wurden, weil die etablierten Banken Landwirten und Handwerkern kaum Kredite gaben. Die dem eigenen Anspruch nach Werten wie Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Demokratie, Gleichheit, Billigkeit und Solidarität verpflichtet sind, in deren Aufsichtsräten auch heute noch biedere Bürger sitzen. Angesichts solcher Aktivitäten sollte man darüber nachdenken, ob Privilegien für diese Genossenschaften noch gerechtfertigt sind.

Monologe (Blog 193)

Hin und wieder laden wir an einem Wochenendnachmittag Mutter und Schwiegermutter zu Kaffee und Kuchen ein. Die zwei sind inzwischen deutlich über 80 Jahre alt, beide hören schwer, weigern sich jedoch hartnäckig, die vorhandenen Hörgeräte zu benutzen. Die Kommunikation zwischen ihnen besteht aus wechselseitigen Monologen.

Eine der beiden referiert zum Beispiel über einen Jahrzehnte zurückliegenden Urlaub. Die andere hört aufmerksam zu. Nicht weil das zu Gehör gebrachte sie interessiert, sondern weil sie auf den Moment wartet, in welchem die Erzählerin eine kurze Pause machen muss, um Luft zu holen. Dieser Moment wird genutzt, um selbst zu Wort zu kommen: „Auch wir sind zweimal in….. gewesen…..“ . Nun muss die bisherige Erzählerin wieder auf ihrer Chance warten.

Normalerweise empfindet man ein derartiges Verhalten als unhöflich. Es müsste zu gegenseitiger Verstimmung führen. Nicht in diesem Fall. Noch Tage später bewerten in zwischenzeitlich geführten Telefonaten beide unabhängig voneinander das letzte Zusammentreffen positiv , betonen wie schön es gewesen sei mal wieder mit Elsa bzw. Maria zu „reden“ und mahnen eine baldige Wiederholung an.

Ich muss zugeben, das ich dieses Verhalten nicht nur lustig finden kann. Es ist wohl so, dass das Mitteilungsbedürnis im Alter zunehmend grösser wird, manchmal so verzweifelt gross, das es gar keine Rolle mehr spielt, ob die Schilderungen für den Zuhörer von Interesse sind oder ob er sie bereits mehrfach gehört hat. Eine der Lieblingsgeschichten meiner Grossmutter war zum Beispiel die von der Suche Wohnungssuche zusammen mit ihrem damaligen Verlobten. Die habe ich – ohne zu übertreiben – weit mehr als hundert mal anhören müssen. Auch spielt es eine Rolle, dass die Zahl der Gleichaltrigen immer geringer wird. So sind die sechs Geschwister meiner Mutter inzwischen alle gestorben. Das es mit zunehmenden Alter die Zahl derer abnimmt, mit denen wir gemeinsame Erfahrungen teilen ist ein oft unterschätztes Problem.

Das es immer schwieriger wird, Menschen zu finden, die sich an die gleichen Geschehnisse erinnern können, merke selbst ich schon. Ein Beispiel: Als ich 1978 meinen Eltern erzählte, Gerhard Schröder sei Vorsitzender der Jungsozialisten geworden hielten die das für einen Witz. Hintergrund: Keiner kannte damals den späteren Bundeskanzler wohl aber einen CDU-Politiker gleichen Namens, der lange Bundesminister gewesen war und 1966 sogar Kanzler werden wollte. Wenn ich heute einem jüngeren Menschen erzähle, dass es vor dem heute bekannten Ex-Kanzler schon einmal einen populären Politiker dieses Namens gegeben habe, ist die Reaktion in der Regel gelangweilte Ignoranz. Wen interessiert schon was vor mehr als 20 Jahren geschah. Nun, die werden sich noch wundern, wenn sie später versuchen ihren Kindern die Heroen der heutigen populären Musik nahezubringen.

Wenn ich es positiv zu sehe fällt mir auf, das alte Menschen die Dinge behalten, die Ihnen in ihrem Leben wirklich wichtig waren. Was man da hört, wenn man bereit ist zuzuhören, sind wirklich die Essentials – und das eine oder andere davon kann weiterhelfen , manchmal auch vor Fehlern bewahren.

Sehe ich den nicht so positiven Aspekt frage ich mich: Ist das nicht genau das, was auch ich mit dem weblog mache: Ungebeten aus dem Leben erzählen egal ob es interessiert oder nicht. Bin ich jetzt schon so weit wie meine Mutter? Dann stelle ich mich vor, wie ich als 80jähriger am Bildschirm sitze, mit zittrigen Fingern die Tastatur bediene und teilweise mit denselben Leuten korrespondiere wie heute. Erschreckt mich diese Vision? Nöö…

Über die Unlust zu bloggen, Kopftücher, Arbeiterkampflieder und wahre Werte (Blog 192)

Vorgestern erfuhr ich, dass die „Stadtpomeranze“ keine Lust mehr hat zu bloggen. Das kam in diesem Fall nicht ganz unerwartet aber hat mich doch erschrocken. Nachdem einige Wochen zuvor schon „kovarsch“ sein weblog aufgegeben hat auch ist dies der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit. Ich bedaure das sehr und empfinde es als Verlust. Hoffe von beiden später wieder zu hören. Bekam ein schlechtes Gewissen und habe sofort nachgeschaut, ob die anderen Freunde noch da sind.

Auch ich habe ja in letzter Zeit mein weblog vernachlässigt – allerdings gezwungenermaßen. Beruf, Familie und einige andere „twists of fate“ forderten ihren Anteil an meiner Lebenszeit – man ist da nicht frei in seinen Entscheidungen wie die meisten von uns wissen. Dabei hätte ich gern zu einigen aktuellen Geschehnissen Stellung genommen aber in diesen Fällen schloss sich das Zeitfenster schnell und ehe ich den Weg zu den Tasten fand hatten andere schon alles gesagt und die Ereignisse waren uneinholbar fortgeschritten.

Abgesehen davon: Themen habe ich genug. Zeit ist das Problem. Vor kurzem wars noch umgekehrt. Fühl mich ein wenig wie der Müller bei Wilhelm Busch: Hat er Korn, so fehlts am Winde, hat er Wind fehlt es am Korn.

Greifen wir ein aktuelles Thema auf: Vor dem Arbeitsgericht in Herne wird zur Zeit die Klage einer muslimischen Lehrerin verhandelt der die Bezirksregierung gekündigt hat weil sie ihr Kopftuch nicht ablegen will was sie nach der neuen in Nordrhein-Westfalen gültigen Richtlinien tun müsste.

Was den Fall bemerkenswert macht: Die Frau ist vor dem Kopftuchverbot eingestellt worden. Sie trug es auf dem Bewerbungsfoto und auch beim Einstellungsgespräch. Ihr Anwalt reklamiert daraus einen Vertrauensschutz. Die Bezirksregierung ist der Meinnug, da es jetzt ein Verbot gebe, müsse es umgesetzt werden. Die Richterin bezeichnet den Ausgang des Verfahrens als offen und hat eine „grosszügige“ Abfindung angeregt.

Mir leuchtet das Argument des Anwaltes ein. Die Bezirksregierung macht es sich zu einfach. Ich glaube nicht, dass von dieser Frau eine Gefahr ausgeht. Meine bisherige Lebenserfahrung spricht dagegen:

Wiewohl Protestant kam ich in einen katholischen Kindergarten der von Nonnen geleitet wurde (es gab damals nur den einen im Stadtteil), danach wurde ich im „Kindergottesdienst “ mit protestantisch-fundamentalistischen Gedankengut vertraut gemacht. Weil ein Freund aus der Nachbarschaft dort hinging landete ich anschliessend bei der sozialistischen Jugend „Die Falken“ wo man mir beibrachte, Arbeiterkampflieder zu singen (D’rum links, zwo, drei, drum links, zwo, drei, wo dein Platz, Genosse, ist.
Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront, weil du auch ein Arbeiter bist.) Später war ich gerne beim CVJM und während des Wehrdienstes hatte ich engen Kontakt zu Mitgliedern und Kandidaten des KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschlands).

All diese Indoktinationsversuche habe ich überstanden ohne wesentlich beeindruckt zu werden. Was mich geprägt hat waren Bücher, die mir von meinem Deutschlehrer sowie einem (eher liberalen) Religionslehrer empfohlen wurden. Die brachten mir andere Werte nah: Aufklärung, Transparenz, Demokratie – das ist wichtig . Das sind die Werte, die mich emotional ansprechen, darum und dafür lohnt es sich zu kämpfen! Alles andere ist die Welt von gestern: Noch vorhanden, in Teilen bedenkens- und erhaltenswert (ich möchte meine protestantischen Wurzeln nicht missen und versuche zu retten, was da zu retten ist) aber als politisches System oder auch individueller Lebensentwurf nicht tragfähig.

Deshalb glaube ich auch nicht, dass kopftuchtragende Lehrerinnen Kinder zum Islam bekehren, bayrische Päpste eine Renaissance des Glaubens auslösen oder Gelsenkirchener Marxisten eine stalinistische Schreckensherrschaft errichten können. Die Möglichkeiten und Chancen eines demokratisch geprägten Systems sind so gross, dass diese Herausforderungen wohl bewältigt werden können.

Der dreifache Freud (Blog 191)

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Bitte nicht erschrecken! Sigmund Freud gleich drei mal! Was hat das zu bedeuten? Bereits vor Weichnachten habe ich eine Freud-Puppe gekauft, die eigentlich als Geburtstagsgeschenk für einen Freund bestimmt war (Siehe Blog 163 vom Dezember 06 ).
Da die Feier erst Ende April stattfindet, musste ich sie bis dahin aufbewahren. Damit Freud sich angemessen untergebracht fühlte, setzte ich ihn auf die Oberkante der Couch. Das war ein Fehler. Er machte sich unentbehrlich. Empfing mich, wenn ich Abends von der Arbeit kam. Sprach mit mir die Geschehnisse des Tages durch. Therapierte mich. Schon bald wollte ich ihn nicht mehr missen.

Andererseits war er aber auch das ideale Geschenk für meinen Freund der eine Freud-Werkausgsgabe sowie einen Brief von Freuds Tochter sein eigen nennt. Es schien zunächst auch nicht möglich eine weitere Puppe zu erwerben. Das Geschäft in dem ich sie gekauft hatte, führte diese Puppen nicht mehr. Über Umwege (website des amerikanischen Lieferanten – Adresse in München – Museumsshop im jüdischen Museum in Berlin) fand ich dann doch noch einen Weg, weitere Puppen zu beschaffen (meine Frau möchte ebenfalls noch einen „Freud“ verschenken) und so haben wir momentan Sigmund Freud dreifach zu Gast.

Wenn jedoch – wie am vergangenen Wochenende – überraschend Besuch einfällt, greife ich mir die Drei und sperre sie kurzfristig in den Schrank. Da habe ich dann doch Schwierigkeiten damit, mich öffentlich zu meinen Therapeuten zu bekennen. Anschließend bin ich von Ihnen dafür fürchterlich gescholten worden. Sie attestierten mir mangelnde Reife und beschwerten sich darüber, dass der Aufenthalt im Schrank auch für sie ein traumatisches Erlebnis gewesen sei. Als Therapie empfahlen sie mir, häufiger Blogeinträge zu schreiben. Ob das hilft?

Die Auflösung des Osterrätsels….. (Blog 190)

…..sollte eigentlich schon am Samstag erfolgen. Leider traten unvorhergesehene Ereignisse ein, die verhinderten, dass ich
am Samstag Zeit zum Schreiben fand. Tut mir leid. Hier die verspätete
Antwort:

Turm

Der ursprünglichen Zweck des hier noch einmal abgebildeten
Gebäudes: Es handelt sich um einen Förderturm . Mit dem Bau
grösserer Zechen und dem Einsatz von Dampfmaschinen wurden
stärkere Konstktionen als die bis dahin verwendeten Gerüste notwendig.
Der Name ist von dem russischen Fort Malakow abgeleitet, das im Krimkrieg
eine Rolle spielte. Wer mehr wissen möchte sei auf die folgende Wikipedia-Seite verwiesen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Malakowturm

Ich hoffe in den nächsten Tagen etwas mehr Zeit für das weblog zu finden.
Allen Freunden und Lesern wünsche ich bis dahin alles erdenklich Gute.

Karfreitag (Blog 189)

Karfreitag ist der einzige Tag im Jahr an dem ich faste. Nicht, das ich keine Nahrung zu mir nehmen würde, aber auf Fleisch verzichte ich. Es ist ein Brauch, der meinen streng protestantischen Grosseltern sehr wichtig war und den ich beibehalten habe. Aus Respekt vor dem Menschen, der vor zwei Jahrtausenden bereit war, zu sterben damit etwas Neues entstehen und wachsen konnte: Die Erkenntnis, dass Menschen einander vertrauen und liebevoll miteinander umgehen müssen um leben zu können. Das man Enttäuschungen überwinden und immer wieder neue Chancen geben und erhalten muss. Das es weder klug nochhilfreich ist, hart und unbarmherzig zu sein. Das wir mit uns einverstanden sein dürfen,weil es einen Schöpfer gibt, der uns trotz unserer Unzulänglichkeiten wohlgesonnen ist.

Es gibt noch einen zweiten Karfreitagsbrauch in meinem Leben der nicht auf Überlieferung beruht. Ich laufe an diesem Tag eine grosse Strecke. Das soll – ohne der katholischen Werkgerechtigkeit das Wort reden zu wollen – eine Art Selbstkasteiung sein, aber auch eine Gelegenheit zum Nachdenken. So habe ich vor einigen Jahren Gelsenkirchen in Nord-Süd-Richtung durchquert (17km). In diesem Jahr bin ich nicht so gut zu Fuss
und so suchte ich mir diesmal ein näher gelegenes Ziel in dem Stadtteil, in dem ich wohne: Die Himmelsleiter auf der Halde Rheinelbe. Wer mehr über diesen Ort wissen möchte, sei auf folgenden Wikipediaeintrag verwiesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Halde_Rheinelbe . Meine Frau hat mich begleitet. Wir haben einige Fotos gemacht:

Das hier ist die Halde:

Halde Rheinelbe 1

Hier nähern wir uns dem Gipfel:

Halde Rheinelbe 2

Die letzten Meter:

Halde Rheinelbe 3

Die „Skulptur“ auf dem „Gipfel“ besteht aus Betonteilen, die von einer Dortmunder Zeche stammen:

Halde Rheinelbe 4

Solche Säulen sind als Stützpfeiler in Bergwerksschächten verwendet worden:

Säule

Ich hatte ursprünglich vor, einige Landschaftsfotos zu machen, aber obwohl das Wetter schön war, hatten wir keine Fernsicht. An klaren Tagen kann man hier im Norden bis ins Münsterland blicken, im Osten bis nach Dortmund, im süden bis ins bergische Land und im Westen bis Oberhausen.

Stattdessen wieder mal ein kleines Rätsel. Heute kann man hier wohnen:

Turm

Aber was ist die ursprüngliche Funktion dieses Gebäudes gewesen ? Die Auflösung folgt kommenden Samstag (14.4.)

Allen Freunden und Lesern wünsche ich noch schöne Ostertage!