Fenster putzen (Blog 228)

DSC00001

In einem früheren Blogeintrag habe ich es schon einnmal erwähnt: Schuhe und Fenster putzen – das sind in Bezug auf die Hausarbeit meine Domänen. Keine Frage – meine Frau hat in dieser Hinsicht mehr am Hals, hält mich auch aus von mir nicht nachvollziehbaren Gründen von einige Tätigkeiten fern – aber auf den beiden genannten Gebieten entlaste ich sie gerne.

Fenster putzen lernte ich Mitte der 70er Jahre bei einer Institution, die Frauen damals noch verschlossen war. Lange habe ich für das Polieren Zeitungspapier benutzt aber die neuen Mikrofasertücher sind ein echter Fortschritt: Bessseres Ergrebnis weniger Aufwand.

Ich hätte auch nichts gegen einen weiteren Fortschritt der Emanzipation einzuwenden. Sollen die Frauen doch Betriebswirtschaft studieren wenn ihnen danach ist. Wir machen die Hausarbeit. Das können Männer zwar nicht besser, aber sie haben die bessere Einstellung dazu.

Frauen quälen sich damit ab, verlieren aber kein Wort darüber wenn man nach Hause kommt. Nach einer Stunde wird dannn beiläufig gefragt: „Fällt dir etwas auf ?“ Dann weiß man, das man übersehen hat, das der Teppich mit Schaum gereinigt wurde und der Glastisch eine Sonderbehandlung erhielt. Man hat dann ein schlechtes Gewissen und Mühe glaubwürdig zu machen, das man diese Arbeit nicht wahrgenommen hat, aber dennoch nicht gering schätzt.

Männer dagegen vermessen die Fenster schon vor dem Putzen um hinterher Lob dafür einzufordern, dass sie 5 Fenster und eine Hebe-Schiebetür mit einer Glasfläche von insgesamt 11,632 qm gereinigt haben, anschließend schreiben sie einen Blogeintrag in dem sie sich selbst (ein bisschen) für diese Tat feiern und zum Schluß belohnen sie sich mit einer Flasche exotischen Bieres dessen Genuß Voraussetzung dafür ist, das Texte wie dieser überhaupt entstehen…..

Ich wwwünsche ein angenehmes Wochenende!

DSC00003

17 Gedanken zu „Fenster putzen (Blog 228)“

    1. Wenn Hannover nicht so weit entfernt wäre…..
      Aber es ist eine Arbeit, die ich wirklich gerne mache. Wenn es im Handel mal nicht mehr läuft könnte ich mir Fenster putzen als Beruf gut vorstellen.

  1. Ja ja… genauso sind sie… die Männer und die Frauen *Lol*

    Auf den ersten Blick meinte ich es wäre mein Wohnzimmer.
    Auch dunkel Fensterrahmen, drei Flügel. Vermutlich wurde zur gleichen Zeit gebaut.

    Mikrofasertücher sind schon eine Erleichterung, da stimme ich dir zu.

    1. Das Haus ist 1962 gebaut worden. Die Fenster sind noch garnicht so alt. ich meine 1999 wurden die alten Sipo-Mahagoni Fenster durch Kunststofffenster ersetzt. Da der Hauswirt etwas konserativ ist, behielt er den dunkelroten Ton bei.
      Was dich freuen wird: Es sind sehr gute=schwäbische Fenster. Sie kommen aus Rudersberg. Diese sinds: http://www.weru.de/

      1. Schwäbische Markenqualität. Gute Wahl.

        Wir haben etwa 1970 angefangen zu bauen, damals waren dunkle Fenster in. Ebenholz haben wir gestrichen, ich erinner mich nich, das war so gut wie schwarz. Nussbaum war eigentlich die Farbe aber etwas anders wollten wir schon sein.
        Passte auch zum Hausstil.

  2. Leider kannst Du bei mir kein
    leckeres exotisches Bier mit
    Fensterputzen verdienen

    Ich putze selber gerne Fenster mit
    mein geliebtes Mikrofasertuch
    absolut Streifenfrei

    Bügeljob hätte ich noch zu vergeben
    dafür biete ich eine
    ganze Kiste exotisches Bier
    und Lob zu Hauft

    1. Auch bügeln habe ich bei erwähnter Institution gelernt, sogar in Norddeutschland (Stade).
      „Exotisch“ ist in diesem Zusammenhang vielleicht nicht der richtige Begriff. Konkret handelt es sich um „Astra Rotlicht ( 6% Alkohol). Ich muss so etwas trinken weil…wenn die Schreibblokade mich überfällt schreibe ich entweder einen Biertest oder etwas zur Geschichte meiner Krawatten – das geht immer, davon habe ich sogar unveröffentlichte Einträge auf Vorrat. Beruhigt ungemein.

        1. So häufig trage ich Krawatten nicht aber manche hebe ich auf, weil sich mit ihnen eine Geschichte verbindet oder eine Entwicklung aufgezeigt werden kann. Beispiel: Blog 201 vom Mai dieses Jahres.

          Aber weshalb hast du denn Krawatten gesammelt ?

          1. Hatte über 20 Jahre eine Kleiderkammer

            und da kein Bedarf für Krawatten bestand

            aber so schicke und ausgefallene Krawatten bei den Spenden waren,
            habe ich fleißig gesammelt

  3. Da fällt mir ein, ich muß unsere Fenster auch bald mal wieder putzen. Das Putzen selbst finde ich nicht so schlimm, aber man muss immer erst die Blumen und andere Dinge von der Fensterbank räumen und am schlimmsten sind die Modernen Scheibengardinen.

    Aber in der nächsten Zeit ist es mal wieder soweit.

    Viele Grüße aus Hannover
    Remo

  4. Tue Gutes und schreibe darüber – das finde ich gut! Das Fensterputzen liegt mir leider nicht so – immer bleiben Streifen oder Schlieren zurück. Aber wir können ja bei Gelegenheit mal über Deine Technik reden 😉

    Dein Balkon sieht einladend aus. Ist die Verkleidung Schiefer? (ich kann leider meine Bildschirmlupe gerade nicht finden)

    1. Gutes Argument! Kann mir nur mit der Ausrede helfen, dass meine Termine bis Ende Oktober belegt sind.
      Aber Grundsätzlich: Weshalb eigentlich nicht? Silke und Remo habe ich im Mai in Hannover besucht, hadis treffe ich nächsten Monat auf der documenta. Ich könnte mir vorstellen, beim Frühjahrsputz die Dachfenster zu übernehmen. Denk mal darüber nach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*