Feuerwerk sah man nur vereinzelt….. (Blog 283)

…..aber zumindest in der Gelsenkirchener Innenstadt war es gestern nach dem Spiel Deutschland – Türkei wesentlich lauter als zum Jahreswechsel und so richtig schlafen haben wir wegen der noch lange nach Mitternacht anhaltenden Hupkonzerte nicht können. Dafür war es heute in der S-Bahn – hier wurden diese Zeilen ursprünglich geschrieben – umso ruhiger. Auf den Sitzen flezten sich deutlich mehr Schläfer als sonst, manche noch mit schwarz-rot-goldenem Schal und entsprechender Kappe.

Natürlich freue ich mich, dass die deutsche Nationalmannschaft das Endspiel um die Fußball-Europameisterschaft erreicht hat aber um die Türken tut es mir leid. Mit ihnen scheidet die Mannschaft aus, die bei dieser EM für Spannung und Dramatik gesorgt hat und sich wohltuend von den „Defensivkünstlern“ aus Griechenland, Rumänien oder auch Italien abhob. So viele Tore in den letzten Minuten – das hat mich beindruckt – auch deshalb, weil es zu den Charakteristika der hiesigen Bundesligamsnnschaft (Schalke 04)gehört, sich nach jeder 1:0 Führung selbstgefällig „zurückzulehnen“. Nicht zuletzt deshalb ist die deutsche Meisterschaft in diesem Jahrzehnt mindestens zweimal knapp verpasst worden.

Kein Wunder, das jemand wie Hamit Altintop bei Schalke nichts werden konnte und frustriert zu den Bayern floh; das er bei dieser Europameisterschaft groß herauskam freut mich für ihn der in Gelsenkirchen aufwuchs und nicht weit von hier zur (Gesamt)schule ging. Leider ist er auch ein Beispiel dafür, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt.

7 Gedanken zu „Feuerwerk sah man nur vereinzelt….. (Blog 283)“

    1. Und ich wiederum bin gerührt weil du dich freust. Das waren wirklich furchtbare Tage ohne einen problemlos verfügbaren Netzzugang. Einmal hätte ich fast das Angebot eines Donut-Cafes im Hauptbahnhof angenommen wo orangenfarbene Geräte im 70er Jahre Retro-Design aufgestellt waren. Dort hätte ich für 2 Euro pro Stunde im Netz surfen können. Jetzt habe ich es allerdings viel bequemer. Diese Zeilen schreibe ich im Bett liegend. Wünsche dir pasenderweise ein bequemes Wochenende – und Vorsicht mit dem Wagen!

    1. WLAN funktioniert !!! Funktionierte auch gleich nach dem Einbau. Am vergangenen Samstag ging dann garnichts mehr – nicht einmal das Festnetz-Telefon. Trotzdem mußten wir um einen Termin kämpfen (man wollte uns eine Woche warten lassen). Es stellte sich dann heraus, das der antike (2003) Splitter nicht mehr funktionierte. Ich bin froh, das es nicht – wie auch von mir zunächst vermutet – an meinen unzureichenden Kenntnissen im Umgang mit der neuen Technik lag. Die „neue Bequemlichkeit“ weiss ich durchaus zu schätzen. Bloggen kann ich nun auch im Wohnzimmer, auf dem Balkon oder – wie im Moment – im Bett.
      Ich wünsche dir – zur Abwechslung mal – ein abenteuerliches Wochenende.

      Manfred

      1. Nö, das Wochenende war (leider) nicht besonders abenteuerlich.

        Ja, WLAN ist was feines, wenn es funktioniert und sicher ist 😉

        Hast Du eigentlich noch Urlaub?

        Habt auf jeden Fall eine gute Woche.

  1. Mir geht diese Feierei auf den Straßen nach so mäßiger Leistung, wie sie die deutsche Mannschaft immer mal wieder zeigt, total auf die Nerven. Betrunkene Frauen und Männer gröhlen mit Bierflaschen in der Hand: „Finale“ und kotzen an die nächste Häuserwand….so beobachtet nach dem letzten Deutschlandspiel, bei dem ihch so auf einen türkischen Sieg gehofft hatte. Seit 36 Jahren bin ich Fußballfan, aber diese Fanentwicklung seit dem Sommer 2006 hat mit dem eigentlichen Fußball wenig zu tun. Da versammeln sich Menschen zum Public Viewing, die zum großen Teil nichts anderes wollen als eine alkoholträchtige Party. Ne, da setze ich mich am Sonntag schön zu Hause auf mein Sofa und schaue mal, wer wohl Europameister werden wird.

    1. Ich neige zur Nachsicht. Es stimmt, für viele Fans ist der Fußball eher Nebensache. Es geht eher darum mit (möglichst vielen) anderen gemeinsam das wahrwerden eines Traumes(Heimsieg, Meisterschaft, Europameister werden) zu erleben und zu feiern. Einmal bei den Siegern sein, dass ist wichtig.
      Das ist mir fremd und mir ist nicht wohl dabei, aber nicht wenige Menschen finden Befriedigung eben nicht in der Verwirklichung eigener Ziele oder in einer befriedigenden Tätigkeit. Das ist bedauerlich, hat aber seine Gründe.

      Ich hoffe du hast morgen die Möglichkeit das Spiel zu sehen –
      und zumindest ein wenig Spass dabei.

      Bis bald

      Manfred

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