Ein alter Käfer (Blog 294)

Bis in die 70er Jahre hinein dominierte er das Bild unserer Straßen auf eine heute kaum noch vorstellbare Weise. Für einen Menschen mit Fahrerlaubnis war es fast unvermeidlich, ihn irgendwann einmal zu fahren. Mir ging es nicht anders. Für einen mehrwöchigen Urlaub im süddeutschen Raum lieh ich mir seinerzeit den Käfer meiner Schwester.

Wenn so ein Fahrzeug dann doch irgendwann nicht mehr gebaut wird und allmählich aus dem Straßenbild verschwindet wird daraus fast zwangsläufig ein Kultobjekt. Dazu hier einige schöne Fotos von hadis:

http://hadis42.blog.de/2008/05/31/flotte-kafer-4251663

Es gibt aber auch ganz harte Fans. Einen kenne ich. Das Fahrzeug auf den folgenden Bildern wurde Ende der 50er Jahre gebaut. Es steht fast das ganze Jahr unbenutzt in einer Lagerhalle und wird im Sommer 3 bis 5 mal bei schönem Wetter gefahren. So sieht es aus:

Alter Käfer
VW1
VW3

Mehr Detailfotos finden sich hier:
http://de.sevenload.com/alben/FEHESB0

37 Gedanken zu „Ein alter Käfer (Blog 294)“

  1. Mein erster Wagen war auch ein gebrauchter VW Käfer 1200 mit 6 Volt Batterie aus fünfter Hand. Den Wagen hatte mein Vater für 250 DM für mich gekauft und ich musste ihn erst einmal ordentlich entrosten. Ich habe den mausgrauen Wagen etwa ein Jahr lang gefahren und dann kam der TÜV, der diesen Käfer aus dem Verkehr gezogen hat.

    Ich bin dann auf einen roten VW-Golf Diesel Jahreswagen umgestiegen, der schon etwas mehr Platz im Kofferraum hatte. Mit diesem Wagen habe ich dann meine großen Touren zum Nordkap und nach Griechenland unternommen. Wenn ich daran noch denke, der Diesel kostete damals in Griechenland nur 61 Pfennig. Diese Zeiten kommen niemals wieder.

    1. Einen roten Golf-Diesel hatte ich Ende der 80er Jahre auch.
      Von uns aus sind es ja nur gut 100km bis zu den Niederlanden. Dort war Diesel bis zum erstn Golfkrieg sagenhaft günstig und so fuhr ich fast jedes Wochenende nach „Holland“. Außerdem gab es damals allen Ernstes noch Steuervergünstigungen für Diesel-Fahrzeuge weil sie wegen des geringen Verbrauchs als umweltfreundlich galten. Ich muß zugeben, mir damals nicht viele Gedanken darüber gemacht zu haben.

  2. Toll. Der sieht noch aus wie neu. Hier FAHREN auch noch einige Exemplare durch die Gegend (und stehen nicht nur als Plastik herum) 😉 Danke für den Link :wave:

    Hab´ eine gute Woche

  3. Ich mag die Käfer auch sehr, habe selbst mal einen gefahren, der war knallorange und röhrte wie ein richtiger Porsche. Mensch, war ich stolz auf das Auto, anschließend bin ich auf Ente umgestiegen und bis vor ein paar Jahren dabei geblieben.

    1. Die orangenen waren die neueren aus den 70ern nicht wahr? Die
      hatten soweit ich mich erinnern kann schon eingebaute Kopfstützen. Die „Ente“ habe ich als ein unerwartet bequemes Fahrzeug in Erinnerung

        1. Ja! ich erinnere mich. Die gometrische Anordnung der Farben gab dem Fahrzeug ein eigenes Gepräge. Chromteile sind allerdings auf eine arbeitsintensive Weise pflegebedürftig.
          Ich glaube an unsere ersten Fahrzeuge erinnern wir uns alle noch gut – und eben auch mit einer gewissen Wehmut.

  4. Ein Nachbar hat hier auch einen ganz alten. Der pflegt den auch und fährt ihn auch immer ein paar Mal im Jahr.

    Als ich noch Kind war, hatte mein Vater noch einen mit der geteilten Heckscheibe. Mein erstes Auto war ein roter Käfer. Aber der war dann schon wesentlich neuer. Genaue Typenbezeichnung weiß ich nicht mehr. Aber er hatte schon diese Stoßstange mit dem schwarzen Streifen drin.

  5. Ich weiß gar nicht, wieso ich darauf komme, denn meine Eltern hatten kein Auto und ich bin auch selten irgendwo mitgefahren als Kind, aber wenn ich deine Fotos betrachte, weiß ich noch genau, wie sich das Lenkrad anfühlte. Seltsam, irgendwie.

  6. oh den Käfer sehe ich erst jetzt, der sieht aus wie mein 1. Auto. 1973 für 400 DM gekauft. Er war Baujahr 1959 mit Faltdach in beige. nach 4 Wochen habe ich ihn auf die Seite nachts gelegt, schätze die Bremse war hin, an dem Teil ging fast nichts. lg Barbara

    1. Dann haben wir im selben Jahr mit dem Autofahren begonnen.
      mein erster (ein damals schon 11 Jahre alter Ford 12M mit Lenkradschaltung) kostete auch nur 500 DM.
      „Auf die Seite gelegt“ hört sich gefährlich an. Nach dem ersten Unfall wird man wohl vorsichtiger – wenn man ihn halbwegs unbeschadt übersteht.

      1. nee war nicht schlimm, bin zum Faltdach rausgekrabbelt, in den Ort, Kurve und dann gegen Gartenzaun.Es gab Ärger, da ich ja nicht volljährig war damals ( nicht 21 ) und meine Mutter hat darauf bestanden, dass der Vorbesitzer den verbeulten Wagen zurück nimmt, weil sie nicht zugestimmt hatte.Der hatte den wagen so zugelassen auf mich. Pech, aber da ging nichts. Blinker, Hupe alles kaputt und immer bei Ortseinfahrten hat das Ding geschossen, Fehlzündungen ohne Ende. Aber meine Liebe zum Käfer ist geblieben. Hier fahren auf den Kanaren noch tolle Käfer rum. lg Barbara

  7. Ganz wunderbares altes Auto. Bin ganz hin und weg… Hätte ich doch blos eine passende garage, dann wäre sowas auch drin aber hier in München kosten die Garagen fast mehr als di Autos.

  8. Der Wagen auf den Fotos sieht ja toll aus. Meiner war das genaue Gegenteil als ich ihn bekam. Schaut mal auf meine Internetseite. Dort gibt es Fotos von meiner Restauration.

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