From Russia with love….. (Blog 297)

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In diesen Paketen befindet sich russisches Birkensperrholz – auch als Birken-Multiplexplatte bekannt. Es besteht aus vielen aufeinandergeleimten Furnierlagen. Wer nicht wissen sollte was„Furnier“ ist kann sich an meine Blogfreundin icksy wenden. Sie ist auf diesem Gebiet seit neuestem Expertin:

http://fahrtenbuch.blog.de/

Weshalb dieses Produkt erwähnenswert ist? Es war lange Zeit knapp. Vor einem Jahr war es kaum zu bekommen. Aus Gründen, deren Erläuterung zu weit führen würde neigte Rußland dazu, nicht nur die Gaszufuhr zu drosseln, sondern auch Sperrholz eher nach China oder in die USA zu liefern. Das „alte Europa“ war als Markt nicht mehr gefragt. Binnen kürzester Zeit verdoppelten sich die Preise.

Dann führte die Immoblienkrise in den USA zu einem Einbruch der Nachfrage und auch die asiatische Nachfrage ist seit einigen Monaten rückläufig. Nun ist es wieder zu haben. Zu Preisen die so günstig sind, das diejenigen Händler die sich vor einigen Monaten eindeckten nun ein echtes Problem haben. Ob diese Entwicklung anhält ?

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16 Gedanken zu „From Russia with love….. (Blog 297)“

    1. Da hatten wir gar keine Wahl. Man muß nehmen was man kriegen kann. Die Russen versuchen momentan die Preise für die Herblieferung wieder zu erhöhen. Kann aber sein, das es umgekehrt läuft und bei weiter sinkender Nachfrage auch die Preise noch weiter zurückgehen. Aber wir sind ja keine Spekulanten. Wir müssen die Ware zur Verfügung haben und gegebenenfalls Minderungen der Marge hinnehmen.

  1. Ich schwöre, dass ich mein „Kartonbild“ rein gesetzt habe, bevor ich dieses Dein Bild gesehen habe (ist übrigens noch ’n Karton gekommen, besser gesagt: drei ineinander gesteckt, und zwar fast luftdicht abschließend, so was habe ich noch nie gesehen, und darin war das bestellte schicke kleine Schränkchen, ha!)!!!

    Des Öfteren, wenn ich Dein Blog „betrete“, frage ich mich, ob ich nun den Rest meines Lebens als Hilfsarbeiter durch die Gegend springen will/soll/muss (aber mit Abi und Facharbeiter, harhar)… Das ist mir wieder in den letzten zwei Tagen besonders gekommen, weil ich da oft Post in Läden gebracht habe (ich finde es doof, die in den Briefkasten zu schneißen, wenn jemand im Geschäft ist), und wundersame Beobachtungen machte…

    Zwei Nagelstudios auf zehn Meter, buchstäblich vis-a-vis auf der anderen Straßenseite, und offenbar geht das gut (beachte die besonderen Bedingungen dieser Stadt, aus der in 15 Jahren 20 000 Leute weg gezogen sind usw.).

    Und mit Holz handeln – da muss man auch erst mal drauf kommen; ich besitze mal die Arroganz zu vermuten, dass man sich damit ganz gut stehen kann. Oder?

    Jedenfalls wird sich noch irgendwas Grundsätzliches in meinem Leben ändern, dessen bin ich mir sicher; im Augeblick komme ich mir allerdings vor wie der Typ aus dem „Dr. Faustus“ von Th. Mann, der aus einem Kolonialwarenladen kommt und sagt: „Einen Kolonialwarenladen sollte man haben!“, dann kommt er aus einer Konditorei und sagt: „Eine Konditorei sollte man haben!“ usw.

    Die Russen sind und bleiben ’ne Macht, auch, wenn da so einiges drunterst und drüberst geht…

    Vergrübelte Grüße vom G.

      1. Hinsichtlich deiner Frage nach der angemessenen Arbeit kann ich nur sagen: mir geht es – bei vergleichbarem formellen Bildungsstand – auch nicht viel besser. Auch ich muss hin und wieder ins Lager und dort Sortierungs- und Aufräumarbeiten verrichten die mich von wichtigen Dingen abhalten. Diese dann Abends nachholen zu müssen ist auch keine beneidenswerte Tätigkeit.

        Die Beschäftigung mit Holz und Kunststoffen liegt in der Familie. Mein Vater hatte denselben Beruf und ich habe schon als Schüler in Ferien im Holzhandel gearbeitet. Im Grunde tue ich diese Arbeit auch gerne, wünsche mir aber komfortablere Bedingungen .

        Der Holzhandel ist im Grunde ein Baunebengewerbe und deshalb ähnlich wie die Stahlinustrie starken zyklischen Schwankungen unterworfen. Darüberhinaus ist er zunehmend auf Importe angewiesen. Im Moment läuft es allerdings wirklich ganz gut. Holz als noch nicht verarbeiteter Rohstoff – darauf bezieht sich diese Investmentwerbung – bringt auch eine gute Rendite. Die genannten Zahlen scheinen mir aber nicht realistisch. Ich wäre da sehr vorsichtig.

        1. Na ja: darüber kann man wieder sehr lange diskutieren, was eigentlich angemessene Arbeit ist… Da ich es nach wie vor nicht packe, mich über das Dilettieren hinaus mit Schreiben usw. „zu beschäftigen“ (immer wieder und immer noch diese Schuldgefühle, dass „so was“ ja keine Arbeit wäre usf.), hatte ich einfach keine Lust, hier nun einfach abzuhängen, nachdem ich es doch geschafft habe, nochmal los zu gehen (ich hätte auch in der Pension bleiben können, manche wohnen da seit zehn und mehr Jahren), und ich habe halt genommen, was sich gleich ergeben hat, zumal ich dem Job ja schon in Berlin jahrelang gemacht habe.

          Um „niedere“ Tätigkeit geht es dabei gar nicht, ich habe da keine Berührungsängste (ich habe wirklich schon alles Mögliche gemacht), aber: es ist Lebenszeit, das wird mir mit 47 schon „langsam“ klar.

          Es scheint ein tiefer Sinn darin zu liegen, den Beruf des Vaters „fortzusetzen“; auch dies darf ich als, hä-ähm, Altersweisheit verbuchen (wenn auch eigentlich zu spät); genau daran habe ich in den letzten Tagen des Öfteren gedacht, weil ich auf meiner Zustellstrecke auch ein Asylbewerberheim habe, das früher die Kaserne der Polizei-Bereitschaft war, in der mein Vater diente, und das war irgendwie schon ein sehr komisches Gefühl, als ich da durchradelte… Meine Herren: in was für Zeiten wir leben!

          Das mit dem Baunebengewerbe hätte ich nun nicht gewußt: ist wirklich die Bauindustrie Hauptabnehmer von Holz? Das würde mich denn doch überraschen! Ich hätte eher an Möbel- und Papierhersteller gedacht…

          1. Mit den Möbel- und Papierherstellern hast du nicht ganz unrecht. Aber die kaufen eh nicht beim Handel. Und zum Bau gehört ja auch der Innenausbau (Fußböden, Wandverkleidungen usw.). Holz verkaufe ich auch aber mein Spezialgebiet ist das, was man in der DDR wohl „Plaste“ nannte (im Westen „Resopalplatte“ genannt. Die verfolgen mich schon fast das ganze Leben. Schon als Fünfjähriger habe ich mit den Musterketten gespielt.

          2. Hä-ähümm! – Nachdem ich nach Hütte zurück gezogen, bin ich jetzt wohl der Fach-Ossi…

            Nee, Resopal und „Plaste“ wurden schon differenziert; ersteres nannte man in de DaDaEr „Sprelacart“

            In der Hoffnung, sich einigermaßen plastisch artikuliert zu haben, verbleibt

            MifreuGrü

            Der G.

    1. Ein Wahnsinn der Methode hat. Das Problem ist wohl, das nicht nur am Verkauf der genannten Produkte verdient werden soll, sondern zusätzlich durch die Spekulation auf künftigen Wert der Preis zusätzlich getrieben wird. Warentermingeshäfte sind im Prinzip keine schlechte Sache wenn sie zur Absicherung des Wertes dienen. Wer daraus ein Spiel macht handelt verantwortungslos.

    1. Aber sie sind viele. 80.000.000 (achtzig Millionen) Deutschen stehen 1.300.000.000 (eins komma drei Milliarden) Chinesen gegenüber und von denen ist trotz des Elends auf dem Lande ein erheblicher Teil zu relativem Wohlstand gekommen. Die konsumieren mehr als das Land selbst bereitstellen kann. Wir müssen uns wohl damit abfinden, das wir an Bedeutung verlieren.

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