Kleiner Exkurs….. (Blog 318)

…..über die Gründe der Faszination des Marxismus in den späten 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gefällig ? Nein! Bitte nicht erschrecken. Ist nicht so schlimm wie es sich anhört sondern nur eine Replik auf Prinz Rupis bereits Anfang Januar veröffentlichten Text über seine Anfänge in Berlin (Blogger vor 40 Jahren) zu der ich leider erst jetzt gekommen bin. Man muß zwar ein bisschen scrollen. Mein Kommentar ist der 130ste. Aber mit etwas Mühe findet man ihn hier:

http://frieling.blog.de/2009/01/03/blogger-40-jahren-zeitreise-5317279/

In Bus und Bahn unterwegs (Blog 317)

Gestern morgen kurz vor 7.00 Uhr an der Haltestelle Duisburg Hauptbahnhof. Einige giggelnde Schülerinen haben einen Heidenspaß bei meinem Anblick: Ein Mann mit Hut! „Sie sehen aus wie unser Lehrer“ ruft eine von Ihnen mir zu. Welch ein Kompliment! Vor einem Jahrfünft hätte ich mir auch noch nicht vorstellen können jemals eine Kopfbedeckung zu tragen weil jede irgendwie lächerlich aussah. Doch die Haare wurden immer dünner und im Winter fror ich am Kopf. Kangool-Mützen bewährten sich nicht; sie zerstörten jede Frisur und ich vergaß sie häufig in Gaststätten oder auf Besuchen. Dann also doch lieber Hüte – und den Spott gelassen ertragen.
Wieso waren diese Gören eigentlich so früh schon so munter? In diesem Alter hat man gefälligst bis weit nach Mitternacht aufzubleiben, Rap oder Techno zu hören und früh am Morgen muffig und schlecht gelaunt zu sein.

Thomas Mann Lektüre zeitigt furchtbare Folgen (Blog 315)

Von einer Blogfreundin erhielt ich eine Nachricht. Sie wollte etwas zum „Tonio Kröger“ wissen. Den hatte ich vor vielen Jahren das letzte Mal gelesen und so nahm ich ihn mir als Bettlektüre mit in die Federn. „Tonio in einem grauen Gurt-Paletot“ war da zu lesen. Was ist ein Paletot ? fragte ich meine Frau. „Ein Mantel“ gab Sie kurz und knapp Auskunft. Sie hat recht. Bei Wikipedia ist es etwas ausführlicher zu lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Paletot#Paletot

Aber irgendetwas trieb mich dennoch um. Wo war mir dieser Begriff schon einmal begegnet? Es mußte lange her sein. Dann fiel es mir wieder ein:

http://de.youtube.com/watch?v=nDLOLZqtAS4

The day after….. (Blog 314)

…..the changing of the year: Ich wollte das Haus heute nicht verlassen. Es trieb mich aber doch hinaus. Unter dem Vorwand das Altpapier entsorgen zu wollen griff ich mir nicht nur dieses, sondern auch die Kamera. Meine Aufmerksamkeit galt zunächst einem „weissen Loch“. Ich wohne in einer kleinen Straße, einer Sackgasse an deren Ende ein sogenannter Wendehammer dem irrtümlich in dieses Sträßchen gelangten Autofahrer die Möglichkeit bietet dieser Enge mit dem Automobil wieder zu entkommen.

In der Mitte dieses Wendehammers hatte ich kurz nach Mitternacht eine leere Sektflasche aufgestellt und aus dieser 8 Raketen in den Himmel aufsteigen lassen, versehen mit guten Wünschen für Menschen denen ich mich nah fühle. Schon beim ersten Blick aus dem Fenster stellte ich fest, das dieser „Abschußplatz“ am Morgen danach noch deutlich erkennbar war:

Wendehammer

und aus der Nähe sah diese Stelle so aus:

Weisses Loch

Es muß sich wohl um Schwarzpulverrückstände handeln, aber ich schätze, dieses Phänomen hat nichts mit den von hadis beschriebenen und fotografierten Fraktalen zu tun. Dennoch empfehle ich diesen Eintrag: http://hadis42.blog.de/2009/01/01/mehr-eis-fraktale-5305690 zur Lektüre.

Vorbei an einigen Stilleben der Silvesterfeier:

Stilleben 1

Stilleben 2

gelangte ich zum Schulte-im-Hofe Platz:

SHP1

wo mir ein älterer Mann der eine Art rollbare Tasche hinter sich her zog begegnete. Er sammelte Pfandflaschen die von den Feiernden achtlos stehen gelassen worden waren. Arme Menschen sind wohl gezwungen, solchen Tätigkeiten nachzugehen. Seitdem es kaum noch Bierdosen gibt begegnet man den Sammlern immer häufiger.

Dieser Platz wurde in den 60er Jahren angelegt als hier ein neuer Stadtteil entstand. Wer damals hier als junger Mensch eine der damals noch knappen Wohnungen bezog lebt oft heute noch hier als Rentner. Die Kinder sind meist nicht geblieben. Desinteresse und Vernachlässigung sind überall spürbar, fast mit den Händen zu greifen. Der ehemalige Brunnen ist längst mit Beton zugegossen, die meisten Läden geschlossen. Immerhin: Es gibt noch eine Sparkassenfilliale und eine Kneipe. Die evangelische Kirche und der zugehörige Kindergarten sind allerdings ebenfalls aufgegeben worden:

SHP2
SHP3

Ein kalter, trüber Tag. Ich hatte genug und kehrte in die wohlig warme Wohnung zurück und schließe angesichts der Witterung mit einem Ratschlag. Haltet die Ohren warm:

Ohrschützer