Schon im vergangenen Herbst….. (Blog 321)

…..fiel mir ein gerade erschienenes Buch in die Hände. Eines dieser Bücher, die selbt einem Vielleser wie mir nur alle drei bis fünf Jahre begegnen. Es hat mich nicht begeistert, nicht beeindruckt – es war mehr:

Die Schilderung eines exemplarischen Lebens. Ein Mann in meinem Alter erfährt von einer unausweichlichen nicht ignorierbaren Problematik die eine Reaktion fordert. Eine Reaktion, die eigentlich nur Resignation sein kann – er aber entscheidet sich anders.

Natürlich entschloss ich mich noch während der Lektüre eine Buchbesprechung zu schreiben. Mach es im Weihnachtsurlaub dachte ich mir. Aber dann raffte mich eine hartnäckige Erkältung nieder und später schob ich es immer wieder vor mir her. Gerade weil ich mir Zeit nehmen wollte, weil ich diesmal nicht nach meiner üblichen Maxime „Hauptsache du schreibst, es kann ruhig etwas schlampig und formal fragwürdig sein“ verfahren wollte fand ich keine Zeit. Immer gab es Unaufschiebbares. Momentan liegen die Steuerunterlagen fordernd auf dem Schreibtisch.

Nun muß es trotzdem sein! Guter protestantisch gepräger Tradition folgend lasse ich meinem „schlechten Gewissen“ freien Lauf und Unterwerfe mich einer Art Gelübde: Der nächste Text, den ich nach diesem veröffentliche wird die Buchbesprechung sein. Gut, Zeit für einige Kommentare bei Freundinnen und Freunden findet sich hoffentlich, aber für alle Fälle bitte ich um Nachsicht falls ich in den nächsten Tagen zu einsilbig oder zu schweigsam werde. Es wird nicht zu lange anhalten.

Ob ich das Gelübde dahigehend erweitere, das der Bart erst wieder geschoren wird wenn der Text vollendet ist – darüber denke ich noch nach….

13 Gedanken zu „Schon im vergangenen Herbst….. (Blog 321)“

    1. Hier tut sich nicht so viel beschreibenswertes – und das ist gut so. Ich mag gern in einer etwas langweiligen Stadt leben. Wenn ich was erleben will fahre ich nach Berlin – oder Hannover!
      Du kannst aber davon ausgehen, das ich im frühen Frühjahr etwas für den Bierkult blog schreibe. Darf es auch ein Biertest sein?

    1. Ha!! Irgendwann musste das ja kommen! Kenn ich natürlich. Ich nehme es gelassen. Die hiesigen „Stadtväter“ haben Ende der 50er Jahre allerdings nicht souverän reagiert. Kreislers Frau hatte seinerzeit ein Engagement am Gelsenkirchener Theater und meine Theorie geht dahin, dass Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet durch dieses Lied unter den alpenländischen Kulturschaffenden so bekannt wurde, das wir seit den 60er Jahren immer wieder ungarische und österreichische Dirigenten hatten: Lubormir Romansky, Uwe Mund und Johannes Wildner fallen mir spontan ein. Letzteren sah man gelegentlich über die Halden schreiten und gerade war er wieder hier:
      http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/vest/2009/2/12/news-110938118/detail.html

      1. Da habe ich mich ja doch nicht getäuscht 🙂

        Die Idee einer Buchbesprechung finde ich gut 🙂 Ich gehe ja selbst mit einer schwanger (Ian McEwan – Saturday), aber ich finde jetzt schon seit 4 Monaten keinen Einstieg dazu … 🙁

          1. Danke 🙂 Ich glaube ich bin blockiert, weil ich bei diesem Buch ständig den Ulysses im Hinterkopf habe. Es gibt da deutliche Übereinstimmungen (aber GsD nicht im Umfang … :)) )

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