Was sieht man hier ? (Bog 350)

Bonbon + Birke

Zuunterst liegt ein Schulbuch voll der spannendsten Rechenaufgaben: Der von mr geliebte Dreisatz ist vertreten – und jede Menge Zinsrechnung. Dazu Kalkulation, Mischungsrechnen, Wechsel – alles wa der Kaufmann halt so braucht. Sterbetafeln dann im nächsten Buch – das ist dann schon Finanzmathematik.

Darauf eine Birkenscheibe. Die will ich einem Freund zukommen lassen der mal einGedicht über eine Birke schrieb und sich über fehlende Resonanz beklagte. Jetzt gibt es ein Stück Birke für ihn. Kann man als Untersatz für Gläser Tassen etc. nutzen. Man muss immer versuchen, die Menschen zu überraschen.

Bleiben noch die vier kleinen runden bunten Stückchen zuoberst: Das sind Bobons aus Yokohama. Hat der Wirt des Tokyo Tearooms (siehe tags) mir von der letzten Reise mitgebracht. Bin ganz gerührt. Sie haben eine Glasur, einen weichen Kern und sind wunderbar – und furchtbar süß zugleich. Und es sind naürlich mehr als vier. Da werde ich sehr vorsichtig sein müssen in den nächsten Tagen.

42 Gedanken zu „Was sieht man hier ? (Bog 350)“

  1. 3-satz? igitt, da kommen in mir üble erinnerungen an den matheunterricht von damals auf.. *schüttel*
    die asiatischen süssigkeiten sind irgendwie immer extrem süss.

    pssssst.. du hast im tag toyo geschrieben..

    1. Danke für den Hinweis. Dreisatz – müßte dir eigentlich liegen. Das Grundproblem: Wenn sich zwei „Grössen“ auf eine bestimmte Art und Weise zueinander verhalten wie verhält sich dann eine dritte Größe zu jeweils einer der bereits vorhandenen. Das ist alles. Ohne Dreisatz wäre beispielsweise keine Zinsrechnung möglich und wenn die Menschen den Dreisatz mehr liebten wären sie nicht so hilflos den Bankiers ausgeliefert. Soll ich dir mal eine Aufgabe schicken?

        1. Es wäre ein Zufall, wenn der Betreffende das hier lesen würde. Zu Beginn meiner „Bloggerlaufbahn“ war ich betroffen darüber, das die große Mehrzahl der Freunde und Bekannten aus dem „real life“ trotz zahlreicher Hinweise meinerseits mein weblog ignorierten. Der Prophet gilt halt nichts im eigenen Land. Heute störts mich nicht mehr.

          1. Boah! „Der Prophet gilt halt nichts im eigenen Land“

            Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll; das Übliche: die („werdenden“) Kollegen z. B. wissen nichts über meine Bloggerei usw.

            Eine gewisse „Spaltung“ ist wohl normal – aber ich bin dennoch und trotzdem und erst recht mit der Gesamtsituation unzufrieden…

          2. Das wird ’n Problem: wegen dem Daten- und Persönlichkeitsschutz usw.; ich habe zum Beispiel ganz bewusst und absichtsvoll nur so paar Marginalien über die WG geschrieben usw.; es geht ratzbatz und man hat eine Grenze überschritten…

            Außerdem habe ich von Anfang an (seit ich 76 oder 77 mit Tagebücherei angefangen habe; mittlerweile bin ich mir auch über dieses Datum nicht mehr sicher) relativ wenig über die konkrete aktuelle Umwelt geschrieben, und das ist im Blog auch so…

          3. Das war so marginal das ich garnicht mitbekommen habe das du wieder in einer WG lebst. Ich bin auch garnicht neugierig was die Persönlichkeiten dieser Kollegen betrifft aber das Klang nach einem Job im real life und das interessiert mich natürlich sehr. Schon wählen gewesen?

          4. Um Wittes Gollen: ich sollte echt aufhören zu schreiben, ich kann mich nicht verständlich machen; ich habe gewohnt, damals, als es los ging mit meiner Bloggerei…

            Und ich habe wieder in dem ambulanten Pflegedienst angefangen, in dem ich 1999/2000 schon mal zu Gange war (größter Vorteil: ambulant unter Nutzung des Münchner Verkehrsverbundes, sonst braucht man überall einen Führerschein, da mit Kfz. zu den Klienten gefahren wird), und fange dort eine einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer an, nach der ich „was Solides“ habe, bis ich selbst anfange zu klappern…

          5. sorry, eine Bemerkung dazu:
            Von „meinen Leuten“ im *haha* realen Leben weiß überhaupt niemand, dass ich blogge. Nicht, weil ich das verschweige, sondern das Thema kam einfach nie auf, und ich mach keine Reklame. Ich bin immer schon eine gewesen, die sich lieber finden ließ und lässt als dass sie sich bekannt macht. Ich blogge für mich und die, die mich hier finden, und Quote ist mir schnuppe. Ich fände es ehrlich gesagt auch ziemlich langweilig, wenn man seine ganze Mischpoke, sprich freunde, kollegen etc. überall und immer mit sich quasi herumschleppt. Da kriegt man ja keine neuen Impulse. Denn was XYZ vom Kaffeekränzchen z. B. zu Jack Whites Musik sagt, weiß ich auch so. Da muss ich nicht die gleichen Kommentare lesen, die ich sonst höre. *g*

          6. Wieso „sorry“?

            Egal! – Wir sind alle (viel zu) gut erzogen (?)!

            Frauen haben es da einfacher, mit dem „sich finden lassen“…

            Sorry!

            „Er möchte entdeckt werden, höhöhö!“

            Ja – eine Alternativ-Ich konstatieren, darum geht es im Grunde (auch)…

          7. Genau, gute Erziehung *lach*, denn „sorry“ halt, weil ich da einen Querschuss mit einem eigentlich anderen Thema mitten in eure „Unterhaltung“ hinein gemacht habe.
            Wieso haben Frauen es leichter damit?
            Das klingt nach romantischer Verklärung und eher nach Frau-Mann-Beziehung als nach Blogeinträgen, die gefunden werden wollen, finde ich. Vielleicht habe ich mich da unklar ausgedrückt.
            „Sie möchte entdeckt werden“ scheint genauso doof wie „Er möchte entdeckt werden“, aber es gibt halt genau jenen Persönlichkeitstyp (dass Männer damit anders umgehen, ist nochmal ein anderes, auch interessantes Thema): Schüchtern und sich selbst meistens genug (im Gegensatz zu „schüchtern, aber sich selbst nicht genug“).

            Es grüsst zum 3.10.
            SP, das Alternativ-Ich
            *sorry*

            *gg*

          8. Naja, „schüchtern“ ist das gar nicht, das scheint vielmehr so eine Totalblockade zu sein (bei mir, in dem Zusammenhang kann ich ja nur von mir reden, alles andere wäre Anmaßung)…

            Hm. – Ich könnte nicht einmal die Frage beantworten, ob ich denn nun eigentlich etwa als Journalist in einer Zeit… – in einem Printmedium arbeiten wollen würde, und wenn ich nicht einmal das weiß, dann ist mein Geschreibe Tappen im Dunkeln (und Fingerübung natürlich, das auch), während ich „irgendwie“ auf „irgendwas“ warte; immerhin ist mir das ja aber bewusst, so dass ich damit umgehen kann…

            Na ja: die alten Rollenklischees halt, eben genau diese bescheuerte Erziehung; das Mägdelein sitzt artig geputzt und anmutig gschamig sa und wartet, bis das zupackende Männchen es (nämlich das Mägdelein) forsch verwegen über die Tanzfläche schleudert; das ist doch alles viel tiefer drin, als man denkt oder wahrzunehmen wagt…

            Bla.

            Grüße zurück!

          9. Altersbedingt sind meine Kontakte zu jüngeren Frauen überschaubar (und das ist auch gut so). Was ich aber wahrnehme sind Klagen, das die (verunsichterten ?) Männer zum Jagen getragen werden müßten, nur spielen wollten und als Lebenspartner ungeeignet seien. Nun ja, nicht mehr mein Problem

          10. Das ist der nächste Korken: dieselben Frauen, die eben noch alle Männer als potentielle Täter abtaten, erklären dann unvermittelt, man müsse ja heutzutage Männer zum männlichen Zupacken auch noch treten, die wären ja alle so verunsichert und nicht nur handlungsunwillig, sondern schier handlungsunfähig usw. usw. usf.; ich kriege langsam die Krise…

            Mein Problem auch nicht, hähä. Ich habe für mich nach meiner letzten Partnerschaft (bzw. „Partnerschaft“) entschieden, dass ich nicht nur nicht sonderlich beziehungsunfähig bin, sondern auch erst mal „einige Sachen zu erledigen hätte“; zum Beispiel Wohnort, „Arbeitsort“ usw., und dann sehen wir weiter; wenn sich was ergibt, umso besser…

            Häff fann!

          11. „Dieselben Frauen…usf.“ – das ist nun aber deine subjektive Sicht der Dinge. Man sollte diese Problematik eher tiefer hängen, den Gegensatz Frau-Mann nicht zu sehr aufbauschen.
            Stabile Beziehungen – so meine wiederum subjektive Erfahrung (aber auch Beobachtung im Umfeld) entstehen eher beiläufig, manchmal fast unmerklich und auf einmal weiß man: Jetzt ist ernst.

          12. Ja, da ist wohl was dran: das „entspricht“ diesem berühmten Satz, dass alles, was wahrhaft getan würde, leicht getan würde; ein bisschen habe ich das schon erlebt, so in Ansätzen…

          13. ja, das mit den Rollenklischees ist wohl so – jedenfalls aus Sicht der über 35-jährigen. Die Jüngeren gehen damit doch schon anders um. Allerdings ist auch das ein weites Feld (in letzter Zeit geht es mir immer öfter so, dass mir meine Kommentare arg begrenzt erscheinen gemessen an dem, was mir dazu im Kopf herumspukt)

          14. Cool! – Das geht mir schon immer so (was Deinen letzten Satz in Klammern angeht); ach: der übliche schöne gruppale Effekt, „Mir geht es ja nicht allein so“, ach, Internet macht einsam, ja ja…

            Auch habe ich festgestellt, dass man nach einem bestimmten „Pensum“ Leben in therapeutischen Gemeinschaften solche Klischees derart „vergessen“ hat, dass man unter, harhar, „normalen“ Menschen schon wieder nicht wirklich klar kommt…

          15. Es gab eine Zeit, da kaufte ich im Supermarkt ein und dachte bei jeder Person: „das könnte jemand sein, der genauso im Internet unterwegs ist wie ich. Wer weiß, vielleicht sind wir uns schon begegnet.“
            Mich hat das offener gemacht für einen Schwatz mit Leuten, die mich sonst nicht interessiert hätten oder für die sonst zu schüchtern gewesen wäre. Ohne Ansehen der Person, einfach nur durch die Annahme, sie könnten mir online begegnen.
            Da sage noch einer, Internet macht einsam…

          16. Ha, das kenne ich, echt! Ich habe mir des Öfteren vorgestellt, X und Y aus meiner Bloghäuschensiedlung würden irgendwo in einem Café an einem Tisch auf der Straße sitzen, und ich würde da vorbei staken, und die würden sich dann edel mokiert über meine milde befremdliche Erscheinung gar nicht mehr richtig einkriegen; das ist die eine Seite, die andere ist, dass ich mir des Öfteren gesagt habe (und da geht es mir eben völlig wie Dir), dass jeder der Leute „da draußen“ in der first reality ja ein potentieller Bewohner dieser meiner Bloghäuschensiedlung sein könnte, was mich dann noch mehr wuschig in der Birne machte, als ich eh‘ schon immer bin…

            Hihi.

          17. klar, das kann auch schon mal wuschig in der Birne machen. Ach, ob Vorgarten-Revoluzzer, Tante Emmas oder milde befremdliche Erscheinungen *lach* – allet prima, solange die Leute „echt“ sind und sich nicht verstellen.

          18. Nein misch dich ruhig ein. Ich begrüße das. Sagen wir mal: Bei dir ist eine „hanseatische“ Haltung (ist positiv gemeint)wahrnehmbar. Das respektiere ich, empfinde es auch als wohltuend. Das du jemanden der etwas selbstgefällig und extrovertiert ist erträgst erfüllt mich auch mit ein wenig stolz. Danke.

          19. Selbstgefällig wirkst Du auf mich überhaupt und ganz und gar nicht. Extrovertiert sind wir Blogger hier wohl alle mehr oder weniger.
            Von Ertragen kann keine Rede sein. Im Gegenteil, ich finde gerade auch Verschiedenheit sehr erbaulich. Gut oder schlecht, richtig oder falsch, was ist das schon? Ich sehe eher ein „anders“. Vom „anders“ kann man lernen.
            „Hanseatische Haltung“ – ich freue mich darüber.

  2. Also Yokohama Bonbons geteilt durch Birkenscheibe ergibt laut Adam Riese einen „so genannten“ Verlegenheits Blog Text.

    Geht mir übrigens auch oft so. Da weisst du nicht, was du schreiben sollst und fängst halt mit irgend was an. Und dieses irgend was geht dann irgend wie weiter und jetzt die Gleichung: je un zusammen hängender der Text = um so mystischer das Ganze.

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