Aschenbecher Geschichten (2) Blog 358

Aschenbecher 2a

Das älteste Stück meiner Sammlung zeigt eine Abbildung des Detmolder Residenzschlosses.
Mein Grossvater hat ihn 1914 wohl in einem Souvenierladen gekauft. Was macht ein 23jähriger Bergmann aus Gelsenkirchen 1914 in Detmold? Er ist gerade zum Militärdienst eingezogen worden. Der erste Weltkrieg ist ausgebrochen und ehe man die jungen Menschen an die Front schickt – ganze Gymnasialklassen haben sich geschlossen freiwillig gemeldet – erhalten sie noch eine Grundausbildung in Garnisonsstädten wie Detmold.

Der erste Weltkkrieg war kürzlich Thema des Treffens zwischen dem französischen Präsidenten und der Bundeskanzlerin und das ist gut so. Ich will nicht ins Detail gehen. Zum Thema gibt es einen hervorragenden wikipedia-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg
Es war eine Katastrophe die bis heute nachwirkt und die Leid über vieleFamilien
in Europa gebracht hat. Davon handelt dieser Eintrag.

Mein Grossvater brachte diesen Aschenbecher auf einem „Heimaturlaub“ mit nach Hause. Er war wohl eher für Besucher gedacht. Mein Grossvater rauchte nicht. Vor Kriegsausbruch heiratete er noch seine 17jährige Freundin. Beide richteten eine erste Wohnung ein. Da war ein Aschenbecher wohl ein notwendiges Utensil für Besucher.

Er kehrte schon im zweiten Kriegsjahr heim; blind. Eine Kriegsverletzung hatte ihn das Augenlicht gekostet. Den langen Rest seines Lebens – er wurde 84 Jahre alt – hat er nicht mehr sehen können.

Ich habe mich oft gefragt wie man als junger Mensch mit so einem Schlag fertig wird. Welche Auswirkung so etwas auf das Zusammenleben mit der Partnerin hat von der man nun in vielen Dingen des täglichen Lebens abhängig wird. Das alles in einer autoritär geprägten Gesellschaft in der man als Mann der Starke zu sein hat. Haben sie an Trennung gedacht? Mein Vater – das einzige Kind meiner Großeltern wird erst 1927 geboren. Dreizehn Jahre nach der Eheschließung. Heute nicht mehr erwähnenswert, damals ungewöhnlich. Die Ehe hält mehr als 60 Jahre. Beide feiern bei noch guter Gesundheit 1974 mit vielen Gästen ihre Diamantene Hochzeit.

Das die Ehe hielt liegt vielleicht auch mit daran das der Staat und in diesem Fall auch der Arbeitgeber sehr gut (das Modalverb „sehr“ hat hier seine Berechtigung) für die „Kriegsversehrten“ sorgte. Es gab auch recht schnell eine starke Lobby. Bereits 1917 wurde der „Bund der Kriegsblinden“ gegründet, der den den Liebhabern des Hörspiels sicher durch den von ihm ins Leben gerufenen „Hörspielpreis der Kriegsblinden“ bekannt ist: http://de.wikipedia.org/wiki/Hörspielpreis_der_Kriegsblinden

Mein Grossvater wurde nicht arbeitslos. Er wurde umgeschult – vom Bergmann zum Besenbinder.Bis zu seiner regulären Pensionierung mit 65 Jahren fertigte er nun Besen und Bürsten für die Zeche. Zunächst in einer Werkstatt, später wurde er zum Heimarbeiter. Er erhielt einen Werkstischder im Keller aufgestellt wurde und das entsprechende Rohmaterial. Pro Monat hatte er eine festgelegte Stückzahl von Besen zu fertigen. Mein Großvater an diesem Werktisch sitzend, mit einer von mir nicht deutbaren Tätigkeit beschäftigt – das gehört zu den ganz frühen Eindrücken meiner Kindheit.

Es gehört zu den zahlreichen Zynismen des furchtbaren 20. Jahrhunderts das dieses persönliche Unglück meines Großvaters ihm und seiner Familie – letztlich auch mir – materielle Vorteile brachte. Wäre er Bergmann geblieben – nie hätte er zweimal im Jahr zur Kur fahren können (in eines der zahlreichen „Kriegsblindenkurheime“) , nie hätte er einen günstigen Kredit für Kriegsversehrte erhalten mit dessen Hilfe er ein Haus bauen konnte, nie hätte er den Sohn auf eine weiterführende Schule schicken können. So aber wurde all dies möglich.

Selbst meine Liebe zur Literatur die verschiedene Wurzeln hat kann ich zu einem gewissen Teil auf das Unglück meines Großvaters zurückführen. Kriegsblinde erhielten auch einen Zuschuß für die Anschaffung eines Tonbandgerätes und Hörbücher gab es in Form von Tonbändern auch schon -leihweise von der Blindenhörbücherei in Marburg. Die „Buddenbrooks“ habe ich auf dieses Art und Weise kennengelernt – mit meinem Grossvater zusammen lauschend am Tonbandgerät sitzend.

ICH DANKE FRAU WIRRKOPF VON DER DAS FOTO DES ASCHENBECHERS STAMMT FÜR IHRE FREUNDLICHE UNTERSTÜTZUNG.

43 Gedanken zu „Aschenbecher Geschichten (2) Blog 358“

    1. Ich freue mich das dir die Geschichten gefallen. In der nächsten wird ein Fortbewegungsmittel eine Rolle spielen zu dem du ein emotionales Verhältnis hast.

      Danke für den Hinweis auf die Remarque – Erzählungen. Im kommenden Jahr werde ich mich intensiv mit dem „Ersten Weltkrieg“ auseinandersetzen und in diesem Zusammenhang werde ich sie auch lesen.

      Ich wünsche noch einen schönen Tag.

  1. Ganz toll, Manulan und was ich dir jetzt sage meine ich ernst: Bitte denk mal darüber nach, ob du nicht ein Buch schreibst und zwar genau so, lauter Aschenbecher-Geschichten mit Erinnerungen. Du machst das so hervorragend, genau die richtige Mischung aus Ehrlichkeit und Offenheit, ohne irgendwie ins Pathetische abzudriften, ohne Jammerei, aber mit viel Gefühl. Eine ganz rührende Geschichte und seine sehr schön, denn diese Ebene, was die Blindheit einer Familie ermöglichte und womöglich über Generationen Auswirkugen hatte, stimmt einen unheimlich nachdenklich!
    Ich wünsche mir noch viele weitere Einträge dieser Art!

    1. An eine Veröffentlichung über das weblog hinaus habe ich noch nicht gedacht. Ich müßte dann mehr schreiben und die Zeit habe ich leider nicht.
      Es freut mich aber sehr, das dir die Geschichten gefallen und ich werde diesen Weg weitergehen solange die Aschenbecher reichen.

  2. Ja, Frau Wendeltreppe hat Recht. Ich hab es dir ja auch schon mal gesagt. Du bloggst wenig, aber die Beiträge sind jedesmal schön.

    Und man denkt nicht, dass so ein Aschenbecherfoto eine Herausforderung ist. :))

    1. War wirklich nicht einfach bei den gegebenen Lichtverhältnissen. Wie du siehst habe ich deinen Rat befolgt und das mit dem dunklen Holzhintergrund genommen.
      Danke noch einmal für deine Hilfe.

      Bei der Gelegenheit die Nachfrage ob BamBams Gefäß wieder heil eingetroffen ist.

      Schönen Tag noch!

      1. Jaaa, ist angekommen. Hach! Wollte dir gestern per Mail Bescheid sagen, hab ich dann übers Bloggen vergessen. Sorry. Und tut mir leid, dass ihr das Paket schnüren musstet. Alzheimer lässt grüßen. |-|

  3. Beim lesen deines bei Trags fühlt man sich zurück versetzt in eine andere Zeit, in der es irgend wie noch menschelte, wo nicht alles, von staatlicher Seite her, unter dem blick Winkel der Effizienz und der Sparerei gesehen wurde, was, natürlich, von oben bis unten auf die Menschen aus gestrahlt hat und die eine Konstanz auf wiesen, die wir uns heut zu tage leider kaum mehr vorstellen können. Aber wo möglich hat/hätte dein gross Vater genau so gedacht, wenn er sich an seinen eigenen gross Vater zurück erinnert hat/hätte.

    1. Ich habe zwar festgestellt das der Staat „sehr gut“ für die „soldatischen“ Opfer des Krieges sorgte. Um Mißverständnisse zu vermeiden muß ich ergänzend feststellen das alle am Ersten Weltkrieg beteiligten europäischen Staaten ihre Soldaten nicht schonten sondern zuließen das die militärische Führung sie in sinnlosen Kämpfen sterben ließ.

      Mein Großvater hat den eigenen Großvater nicht gekannt. Der blieb in Ostpreußen zurück während sein Sohn ins Ruhrgebiet wegzog weil die Verdienstmöglichkeiten dort besser waren. Er floh wie viele seiner Zeitgenossen vor den elenden Zuständen in den dortigen ländlichen Gebieten.
      Soweit ermittelbar haben meine Vorfahren dort als abhängige Knechte für Großgrundbesitzer arbeiten müssen. Da kann es keine positive Erinnerung geben.

          1. Das geht mir genau so. Mein eigenes Blog sieht mich als „Fremden“. Dieses Problem tauchte im März zum ersten Mal auf war dann verschwunden und taucht nun wieder auf. Ich habe es damals schon im Hilfe-blog geschildert und ich bin auch nicht er einzige mit diesem Problem. Ich bin mir nicht sicher ob blog.de in der Lage ist es zu lösen.

          2. Sollte man meinen. Es ist aber wohl ungeheuer schwierig Kreativität und Organisation unter einen Hut zu bringen. Bill Gates – was immer man von ihm halten mag – beschreibt in seinem Buch „Der Weg nach vorn“ anschaulich die Schwierigkeiten die Microsoft hatte als es wuchs und ein „richtiges“ Unternehmen wurde.
            Ich schätze mal es gibt in solchen Unternehmen viel Wechsel der Mitarbeiter, stark schwankende Umsätze, Uneinigkeit darüber wo Prioritäten gesetzt werden sollen; zusammengefasst: Ich glaub die haben keinen Plan bei blog.de

          3. Ohne Plan bekommst Du heute als Unternehmen kein Geld! Daher gehe ich mal davon aus, dass sie einen Plan haben.

            Wenn sie stark wachsen und starke Fluktuation habe, dann ist das ein wirkliches Problem!

          4. Von Banken nicht, aber von einem Privatinvestor möglicherweise. Ich könnte mir vorstellen das die Burda-Gruppe den Laden jederzeit ganz übernehmen würde. Ob das gut wäre…..weiß ich nicht.

  4. kann mich nur anschließen, was für ein schönes stück gelebte geschichte, und das am aschenbecher aufzuhängen ist auch echt prima. wenn du dann von den alten tonbändern und zechen berichtest, dann steigt da sehr sinnlich eine vergangenheit auf, die unsereins grad noch so eben gestreift hat.

  5. Trotzdem der Inhalt nicht unbedingt schön ist, eine sehr schöne Geschichte; ich hätte übrigens den abgebildeten Gegenstand nicht ohne Weiteres als Aschenbecher erkannt, wenn das nicht drüber gestanden hätte, und da ich erst nach ’ner Weile die Headline ins Bild gekurbelt habe, habe ich erstmal kräftig gerätselt; ich dachte so an Mini-Gemälde auf Tellern…

    Merkwürdig ist auch, wie an so kleinen und „banalen“ Dingen wirklich wichtige Geschichten hängen.

    Dass mich das mit den „Buddenbrooks“ (boah ejh!) neidisch macht, brauche ich wohl nicht zu betonen; außerdem habe ich mir auch immer einen Großvater gewünscht und hatte nie einen; unter anderem deshalb bin ich auf Strittmatter gekommen, der hat wunderbare Kindheitsgeschichten mit/über seine(n) Großvater/Großväter geschrieben, zum Beispiel „Wie ich meinen Großvater kennen lernte“, die mir bei Lesen Deines Postings gleich eingefallen ist.

    Und ich habe bisher auch immer gezögert, bei meinem mittlerweile doch schon „recht ausgeprägtem“ Nachdenken über die (vor allem psychischen) Nachwirkungen „großer“ Ereignisse weiter als bis zur kackefarbenen Ära zurück zu gehen; auch dieses Zögern hat sich nun wieder einmal als blödsinnig neurotisch erwiesen…

    Hoffentlich erfinden die bald was, was Rauchen unschädlich macht, damit ich wieder qualmen kann, chchch…

  6. Möglicherweise ist dieser Aschenbecher nie „benutzt“ worden. Die Großeltern rauchten nicht und sahen ihn wohl eher als Zierstück (stand auf der Wohnzimmerkommode).

    Ein fürsorglicher Großvater ist ein Geschenk. Obwohl ich immer ein problemloses von gegenseitiger Zuneigung geprägtes Verhältnis zu ihm hatte weiß ich es erst heute zu schätzen. Wie immer in solchen Fällen würde ich wünschen, ihm das noch einmal sagen zu können.

    Eine Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg habe ich lange vor mich hergeschoben und spüre nun, das die Zeit dafür gekommen ist. Obwohl das Thema mir schon in den 70er Jahren von einem in der DDR lebenden Autor nahegebracht wurde. Damals las ich Arnold Zweigs Romane „Junge Frau von 1914 und „Erziehung vor Verdun“. Letzteres gab es auch als Fernsehserie.

    Wenn es dich tröstet: ich verkneife mir das Rauchen auch wiewohl Zigarren in Griffweite liegen.

  7. Ein Stück Geschichte aus dem Leben Deiner Familie. Ich stelle mir vor, dass Dein Großvater besonders während des zweiten Weltkriegs große Ängste gehabt haben muss, in einer Zeit, in der man seine Sinne noch mehr braucht als im Frieden.
    Was für eine Frau war Deine Großmutter? Es wäre schön, auch über sie etwas zu erfahren.

      1. Ein bisschen steht ja über meine Großmutter in der ersten Aschenbecher Geschichte. Es ist nicht leicht, ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Sie war dominant, hat besonders meiner Mutter das Leben schwerer als nötig gemacht, duldete selten Widerspruch.
        Andererseits blieb ihr wohl nichts anderes übrig. Auch für sie war dieses Leben an der Seite eines blinden Mannes wohl nicht leicht. Das hat sie geprägt.

        Sie konnte aber auch in jeder Hinsicht grosszügig sein. Sie hat sich liebevoll um uns Kinder gekümmert. Und das sie mir Teile der Bibel und unendlich viele Märchen vorgelesen hat vergesse ich ihr nie.

        Den Aschenbecher habe ich mir noch einmal angeschaut. Er besteht Hauptsächlich aus Glas. Das Bild scheint mir ein coloriertes Foto zu sein. Es ist in eine Vertiefung eingelegt.

        1. Ach so, Tante Annas Schicksal hat das überlagert. Und es war mir nicht klar (oder ich hab es überlesen), dass es die Großmutter väterlicherseits war in der Aschenbecher-Geschichte No. 1.
          Ja, für sie war das Leben vermutlich nicht leicht. Eine merkwürdige Ambivalenz: mit Kindern liebevoll, mit Erwachsenen streng. Vielleicht gab es da noch etwas anderes als „nur“ das Leben an der Seite ihres Mannes, was sie so autoritär gemacht hat.
          Glas mit Foto – wie aufwändig damals noch gearbeitet wurde.

          1. Die Großeltern mütterlicherseits waren zum Zeitpunkt meiner Geburt beide schon gestorben. Haben wohl zu viel und zu hart arbeiten müssen. Sie werden aber in der nächsten Aschenbecher Geschichte erwähnt.
            Die Urgroßeltern sowohl des Großvaters als auch der Großmutter väterlicherseits (jetzt wird es kompliziert) waren auf eine protestantisch fundamentlistische Art fromm. Das hieß konkret: Viele Kinder, viele Fehlgeburten und andere frühe Todesfälle und autoritäre Gängelung ohne Ende. Menschen die so aufwachsen haben als Erwachsene oft die Haltung: Jetzt bin ich an der Reihe! Auch das mag eine Rolle gespielt haben.
            Unsere Vorfahren in vordemokratischer Zeit hatten schon ein Sch… Leben.

          2. Die Urgroßeltern der Großeltern … das ist sehr weit zurück. Schön, wenn man so viel über die Familiengeschichte weiß. Hast Du das aus mündlicher Überlieferung erfahren oder gibt es sogar Aufzeichnungen?

          3. Ich weiß ein wenig und das hat einen eher traurigen Grund.
            Ein Verwandter mit slawischen Familiennamen wollte in den 30er Jahren einen akademischen Grad erwerben. Wegen seines Namens hatte er Schwierigkeiten und mußte Forschungen treiben um seine „arische“ Herkunft nachzuweisen. Bei dieser Gelegenheit hat er unserer Familie gleich miterforscht und den Großeltern Unterlagen überlassen.
            Der älteste nachweisbare Vorfahre ist ein 1813 geborener Gottlieb Konradt der im Landkreis Lyck im südöstlichen Ostpreußen lebte. Er war eine Art Pächter der aber wohl auch noch Fronarbeit für einen Großgrundbesitzer leisten mußte. Weitere Vorfahren sind nicht nachweisbar weil beim Einfall russischer Truppen 1914 viele Kirchenbücher zerstört wurden. Es ist aber sehr wahrscheinlich das auch die weiter zurückliegenden Vorfahren in der ostpreußischen Landwirtschaft tätig waren. Vielleicht jahrhundertelang ohne Chance auf Besserung. Erst die Industriealisierung brachte für diese Menschen neue Chancen.

          4. Ich weiß von Vorfahren, die als Knecht und Kutscher für einen Gutshof arbeiteten und diese Tätigkeit im Vergleich zu anderen als ehrenwert ansahen.

            Wir empfinden mit unserem heutigen Standard solche Arbeiten als hart und entbehrungsreich. Bedenken muss man aber, dass es früher den Vergleich mit heute nicht gab. Wenn ich nicht weiß, dass es Wasser aus der Leitung gibt, dann stört es mich nicht, sondern gehört zu meinem selbstverständlichen Alltag, Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen. Erst das Wissen, dass es auch leichter gehen kann, macht unzufrieden. Der Vergleich macht es erst „besser“ oder „schlechter“.
            Womit ich nicht sagen will, dass ich nicht allen nur das Beste wünsche und gönne. Aber der Leidensdruck, den wir, die wir den Vergleich haben, als gegeben annehmen, wurde möglicherweise nicht so wahrgenommen.

          5. Ich widerspreche nicht.
            Aber es ist eben auch so wie bei Dürrenmatts Physikern beschrieben: Wissen das einmal in der Welt ist kann nicht mehr „zurückgenommen“ werden. Unsere Chancen, unser Wohlergehen – sicher auch unser Lebenssinn hängen davon ab, das Entwicklung stattfindet, das alles anders und besser wird.

          6. Ja, da ist auch etwas dran. Das wäre mal wieder ein Thema zum Philosophieren. Wie so vieles, das sich hier nur anreißen lässt. Ich bedaure manchmal, dass das Bloggen am Ende eben keine Gesprächsrunde ist, sondern mehr ein Sprachrohr für Individuen. Chats könnten da für etwas mehr Kommunikation sorgen. Aber blog.de will das offenbar nicht.

          7. So ein „Anriß“ hilft mir aber oft auch weiter, zeigt neue Aspekte auf, macht nachdenklich.
            Mit Chats hätte ich ein Problem weil sie zeitaufwendig sind und in der Praxis oft etwas für „Nachteulen“. Die werde ich erst als von Schlaflosigkeit geplagter Greis adäquat nutzen können.

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