Hunger um halb 12 und wieder eine Hoffnung auf die Lösung eines großen Problems (Blog 369)

Dieser Freitag gehört dem Außendienst. Heute bin ich in meiner Stadt unterwegs. Gegen 11.30 Uhr werde ich schlagartig furchtbar hungrig Frühstück war um 6.00 Uhr und so bin ich bereit kulinarische Kompromisse einzugehen. In der Nähe liegt ein Baumarkt und auf dessen Parkplatzgelände gibt es einen Imbiß. Der ist jedoch noch geschlossen. Das gilt auch für zwei weitere “Pommesbuden“ im Umfeld. Wieder etwas gelernt: Junk-Food gibt es hierzulande erst ab 12.00 Uhr. Nun bin ich nicht nur hungrig sondern auch ratlos.

Da fällt mir der „Jugoslawe“ ( Genauer: Das kroatische Restaurant) ein den meine Frau und ich gelegentlich heimsuchen und der gar nicht so weit entfernt liegt. Nichts wie hin. Ich registriere erfreut das man hier bereits um 11.30 Uhr öffnet.

Hier kennt man mich und alle sind da: Der Eigentümer, die beiden Kellner und ein neu eingestellter Kellner der mir gleich vorgestellt wird. Es dauert auch nicht lange bis das Essen serviert wird. Noch bin ich der einzige Gast und das hat zur Folge das nacheinander alle vier bei mir vorbeischauen und fragen wie das Essen schmeckt. Ein bisschen fühle ich mich wie bei Loriot:
http://tinyurl.com/yd2ndm3

Aber ich bin wirklich zufrieden, bestelle einen Espresso und lese noch ein wenig und dann elektrisiert mich eine Anzeige:
http://tinyurl.com/yca85oh
Ich bin ja auf der anscheinend immerwährenden Suche nach einer Möglichkeit unterwegs in räumlich beengten Umfeldern (Zug zum Beispiel) bequem längere Texte zu verfassen. Bisher gibt es für dieses Problem keine befriedigende Lösung. Gut, man kann einen mehr als 3 kg schweren Laptop mit sich führen; man kann sich mit den kleinen Tastaturen der neuen smartphones abquälen – oder mit denen der netbooks (auch zu klein) aber Spaß macht das alles nicht.

Sollte so ein Stift etwa die Lösung sein? Mal schauen wie hoch die Steuerrückzahlung ausfällt – und dann muß ich natürlich noch mit meiner Frau verhandeln.

Natürlich würde mich auch sehr interessieren was mein alter, leider nicht mehr unter uns weilender Lieblingfeind Neil Postman ( http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Postman )zu solch einem Stift gesagt hätte. Der hasste Computer und Tastatur und wenn ich ihn recht verstanden habe glaubte er, das die Idee vom Gehirn her durch Arm und Bleistift direkt auf das Papier fließe weshalb man nur mit einem Stift kreativ schreiben könne. Solch ein Produkt müssten selbst er und seine immer noch zahlreichen Anhänger unter den graubärtigen ansonsten unbelehrbaren Lehrern akzeptieren.