Harry Rowohlt las, erzählte – und sang (Blog 371)

Die Neugier trieb mich am Donnerstagabend in die Kaue. Harry Rowohlt war mir bis Sommer letzten Jahres nur sehr beiläufig bekannt und das wenige was ich über ihn wußte machte mich nicht neugierig auf mehr. Bis ich auf einer Heimfahrt im „Freitag“ Auszüge aus seinem Buch: „Gottes Segen und Rot Front: Nicht weggeschmissene Briefe zweiter Teil 2″las. Ich besorgte mir das Buch umgehend. Hier war ein Meister des kurzen Textes am Werk und da Blogger kurze Texte schreiben wollte ich lernen. Abgesehen davon war das Buch auch eine wunderbare Einschlaflektüre.

Nun kam er also persönlich nach Gelsenkirchen. Eine Stadt die ihm nicht unbekannt war, wie das Publikum gleich zu Anfang des Abends erfuhr. Im Alter von 8 Jahren lebte er hier einige Monate weil seine Mutter ein Engagement am hiesigen Theater angenommen hatte (Maria Stuart). Zweimal in der Woche wurde er von seiner Zimmerwirtin genötigt ihr bei der Pflege des Grabes ihres im 2. Weltkrieg gefallenen Verlobten zu helfen.

Harry Rowohlt war verschnupft. So schlimm, das er im Laufe des Abends – nicht ohne sich beim Publikum zu entschuldigen – vor aller Augen die Nase mit einem Medikament besänftigen musste. Ansonsten blieb mir der in seinem wikipedia-Eintrag erwähnte „exzessive“ Bühnenauftritt erspart. Im Gegenteil. Alles verlief geordnet. Es begann pünktlich um 20.00 Uhr; Pause wie angekündigt um 21.15 Uhr, um 23.30 Uhr nach einer vorab angekündigten Zugabe war die Veranstaltung beendet.

Es begann mit Auszügen aus einem gerade übersetzten Kinderbuch („Sie sind ein schlechter Mensch Herr Gum“) und endete mit, Kindergedichten die im Original und anschließend in der Übersetzung von Harry Rowohlt zu Gehör gebracht wurden. Dazwischen Auszüge aus der Kolumne Pooh´s Corner und den bereits oben erwähnten Briefen. Harry Rowohlt ist ein diszplinierter Abschweifer. Immer wieder erläuterte er einen
Begriff aus dem gerade Gelesenen, machte daraus eine eigene Geschichte und kehrte punktgenau zum Ursprungstext zurück.

Spürbar war auch wie er sein Publikum respektierte was sich unter anderem daran zeigte, das er zu Beginn des Abend und nach der Pause ankündigte was genau er im folgenden zu Gehör bringen wolle. Als er nach der Pause verkündete er würde unter anderem auch drei Hymnen singen ruft das Heiterkeit im Publikum hervor. Er tat es aber tatsächlich. Welche? Das wird nicht verraten. Wer es wissen will möge eine seiner Lesungen besuchen. Gelegenheit dazu ist immer mal. Er liest nicht nur in den großen Städten sondern auch in der Provinz.

Die Veranstaltung war gut besucht. Kaum jüngere Menschen. Viel angegraute Bourgeoisie, wie an den Autokennzeichen ablesbar auch aus den Nachbarstädten herbeigeeilt.Die Meisten passierten den Autor raschen Schrittes ohne ihn zu erkennen. Er war zu Fuß gekommen und rauchte, vor der Tür stehend noch eine Zigarette. Ein eher kleiner Mann mit Strickmütze, gehüllt in schweres, dunkelblaues Marinetuch.

ANMERKUNGEN:

Der Autor dieses Eintrages ist sich der Tatsache bewusst, das er selber zur angegrauten (Klein)-Bourgeoisie gehört.

Hier geht es zu Harry Rowohlts wikipedia – Eintrag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Rowohlt

Bei Youtube findet man einige Videos die einen Eindruck davon vermitteln wie ein Abend mit Harry Rowohlt abläuft.

Eine KAUE ist der Wasch- und Umziehraum der Bergleute in einer Zeche. Die ehemalige Kaue der Zeche Wilhelmine Viktoria in Gelsenkirchen-Heßler hat man zu einem Raum mit Bühne umgestaltet. Dort finden häufiger Lesungen statt. Auch „Comedians“ treten auf.

51 Gedanken zu „Harry Rowohlt las, erzählte – und sang (Blog 371)“

  1. Du mußt der/m geneigten LeserIn unbedingt erklären, was ne Kaue ist, das weiß außerhalb des Potts kein Mensch! *g*

    Harry Rowohlt, irgendwie kann ich mit dem nix anfangen. Für Zweitausendeins hat er mal irgendein Buch über „die schweinischen Stellen“ in der Bibel geschrieben, ich frage mich immer, wo die sein sollen.
    Aber ich bin auch nicht so ein Fan von Lesungen, die meisten fand ich bisher immer schwer und langatmig und das Publikum dort ist auch immer etwas anstrengend.
    So etwas wie bei Hapes „Hurz“.
    Aber interessant zu lesen.

    PS Was machen denn die vielen Fragezeichen in deinem Text?

    1. Danke für die Hinweise. Unter „Anmerkungen“ ist nun vermerkt, was eine Kaue ist. Die Fragezeichen sollten Bindestriche oder Anführungszeichen sein. Da hat es wohl mit der Konvertierung Schwierigkeiten gegeben. Auch das habe ich geändert.
      Harry Rowohlt ist in erster Linie Übersetzer irischer und angelsächsischer Literatur. Er schreibt selbst Kolumnen und Briefe. Keine love at first sight“ aber wenn man ihm ein Chance gibt lernt man ihn zu schätzen

      1. Weiß ich doch, kenne das doch alles, Pooh’s Corner and stuff, aber irgendwie sieht er aus wie ein Penner (Rolle in der „Lindenstraße“ sicher nicht zufällig), hat so ne Stimme und ist mir nicht sonderlich sympathisch. Leider. Das gibt es ja. Ich hab das auch immer wieder bei Kabarettisten.
        Übrigens, was hältst du eigentlich von Hanns-Dieter Hüsch, der immer behauptete, die Schwester von Gott hätte ne Wäscherei in Dinslaken? (Was ich herrlich finde)

        1. Wenn ich mich kurz mal ungefragt einmischen darf: Hanns-Dieter Hüschs Darstellungskünste haben mich nie vom Hocker gehauen. Den empfand ich oft als unecht, pseudo-intellektuell, da lauerte manchmal etwas kalt-falsches, das mich eher abstieß.

          1. @ LaWendeltreppe
            @ stadtpomeranze

            In einem früheren Leben habe ich maritime Kleidung verkauft. Von daher kann ich sagen: Der Zwirn den Harry Rowohlt am Leibe trug war nicht billig und der Bart war SEHR gepflegt. Er spielt allerdings bewußt mit dem Image des „Penners“ und ist wohl auch schon zu seiner eigenen Lesung von übereifrigem Personal nicht eingelassen worden.

            Ein Schulfreund von mir war ein großer Hüsch-Fan und mit ihm zusammen habe ich Hanns Dieter Hüsch vor vielen Jahren auch einmal „live“ gesehen. Da meine Mutter gebürtige Niederrheinerin ist habe ich auch manches wiedererkannt. Ich respektiere ihn und sein Werk aber ich hatte immer das Gefühl er war – um mit Peter Handke zu sprechen – „jemand anderer“.

          2. Und was meinen Handke und du damit, also auch nicht echt?
            Kann ich mir so gar nicht vorstellen.
            Ich habe ihn allerdings nie live gesehen. Und er hat eine herrliche Art das Wesen des Niederrheiners auf den Punkt zu bringen.
            „Weiß nix, kann aber alles erklären“.
            Übrigens, Moers, da war ich früher oft und gerne. Nettes Städtchen. Aber Gelsenkirchen ist auch nett, da war ich allerdings erst 2 x in meinem Leben.

          3. Beim dritten Mal musst du bei mir vorbeischauen. Zu Moers: Da war ich abgesehen von Kundenbesuchen (gilt nicht) auch 2x: Kirmes + Jazzfestival. Passables Städtchen.
            Handke und ich meinen wohl verschiedenes: Für Handke ist wahrscheinlich jeder Mensch „jemand anderer“. Für mich hatte Hüsch schon etwas „Pädagogisches“ – und dann hatte er noch dieses eigenartige Tasteninstrument.

          4. Letzteres ist allerdings wahr, das ist echt ein Graus bei ihm. Darüber kann man nur den Kopp schütteln.
            Nach Gelsenkirchen werde ich wohl nicht mehr kommen, ich komme ja nicht mal mehr nach KR, wo ich lange gewohnt habe und heute immer noch Freunde habe.
            Jazzfestival, das internationale Treffen der Freaks, sehr lustig immer.
            Das beste Eis Deutschlands (angeblich) und eine total nette Bücherei. Seltsamerweise haben mein Partner und ich die gleichen schönen Erinnerungen an den Niederrhein: mit unserer alten Ente von Krefeld nach Moers brausen, zusammen in die Bücherei, ich leihe Bücher, Filme und Spiele und er trinkt in der Cafeteria einen Kaffee und liest Zeitung. Dann kaufen wir noch Kuchen und fahren zurück über Land, nach Hause, trinken dort Tee und essen den Kuchen und ich sehe durch, was ich mir schönes geliehen habe. Harmonisch, friedlich, harmlos.
            Warum isses am Rhein so schön?
            Aber eigentlich fand ich den NR immer nur blöde: grau, verregnet, langweilig, schicke Leute, die einen zutexten, dieser entsetzliche Karneval und ein entsetzliches Klima. Das einzig wirklich geniale: schnell in Holland, schnell in Frankreich, schnell in England.
            Das fehlt mir hier total. Nach Polen will ich nicht, Schweden und Dänemark geht nur per Fähre.

          5. Man kann es sich nicht immer aussuchen. Wer weiß an welche Orte man in den verbleibenden Lebensjahren freiwillig oder unfreiwillig gelangt? Jedenfalls wirst du nicht noch mit 80 im ländlichen Mecklenburg sitzen.

          6. Man kann sich das gar nicht aussuchen, denke ich. Das ist so schicksalshaft.
            Gerade jetzt ist mein Leben wieder so im Umbruch und ich halte alles für möglich.
            Mit 80 bin ich hoffentlich gar nicht mehr hier auf der Erde!

  2. Bei Rowohlt denke ich immer an einen Verlag. Aber das ist ja, wie ich jetzt weiß, auch nicht so verkehrt. Ansonsten bin ich literarisch doch ziemlich ungebildet. Lesungen hab ich mir immer totlangweilig vorgestellt. Aber seit ich für Hörbücher schwärme, denke ich, es würde sich lohnen, mal zu einer hinzugehen. Wer weiß. Vielleicht gelingt mir das auch irgendwann.

  3. Hätte ihn gern erlebt, nachdem ich ihn Ende letzten Jahres in Hamburg verpasst habe. Haha, nun treibt mich die Frage um, welche Hymnen es wohl waren. Ein irisches Trinklied? An die Freude? Auld Lang Syne? Bestimmt ganz was anderes, er ist ja immer für Überraschungen gut. Danke für den Bericht.

    1. Nichts Irisches. Eine verrate ich: Die „B-Hymne“ der USA. Würde ich etwas über die beiden anderen sagen so würde ich dich um ein Vergnügen bringen. Nur soviel: Viel näherliegend.

          1. Du hast mein Mitgefühl. Als kleinen Trost verrate ich dir
            die Titel der fehlenden Hymnen. Es sind die „Hamburg-Hymne“ und die Hamburger „B-Hymne“. Text habe ich nicht aber du mußt eh hören wie er sie zu Gehör bringt. Es findet sich bestimmt eine Gelegenheit.

          2. Oh, danke – Dein Mitgefühl hat geholfen, es geht mir besser.
            Ich glaube Dir blindlings, dass man selbst hören muss, wie er die Hymnen darbietet.
            Also, da war zuerst America The Beautiful. Dann Hamburg A-Hymne? Das ist sicherlich „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“, richtig? Aber was ist die Hamburger B-Hymne? Auf der Reeperbahn nachts um halb eins? Das Tüddelband? De Veermaster? Anne Elbe, anne Alster? Die Perle (glaub ich nicht, Harry R. wählt eher was Älteres, Traditionelles, oder?) Der Möglichkeiten gibt es viele. Ich bin für Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins, alternativ das Tüddelband.

          3. Es ist nicht „Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins“, auch nichts Traditionelles. Es ist eine Aneinander Reihung von Klischees – nicht frei von Selbstironie. Ich schätze er ist eher nicht der Verfasser. Es muss in deinem Umfeld doch ein nativer Hamburger aufzutreiben sein der sie kennt.

        1. Hihi- etwas trinklastiges oder auld lang syne – ist das nicht das gleiche? Obwohl, es ist gälisch und nicht irisch, wenn ich nicht irre.

          Die B-Hymne der USA- Springsteen?

          1. Ahh, logo!

            Zu Springsteen hab ich eine andere Meinung, wie auch zu Dylan.

            Neulich in der Motorradwerkstatt:
            Manic Mechanic:“Kennst du das Lied?“
            ich: „Gehört hab ich das schon mal, kann es aber nicht zuordnen, wer das singt.“
            MM: „Was! Einer der grössten, genialsten Musiker auf diesem Planeten!“
            ich: „Ach du lieber Himmel, es wird doch nicht der unverottete Bob Dylan sein…“
            MM: „Genau der.“
            Der Generationsunterschied ist überall zu finden.

          2. Springsteen gibt es aber auch schon seit den 70ern.

            Bob Dylan versucht momentan wieder einmal seine Anhänger zu vertreiben: Schamlose Selbstvermarktung, eine Stimme zum fürchten und Konzerte auf denen eine Art lebende Leiche vorgeführt wird. Aber er war halt mutig, konnte viel und war seiner Zeit immer voraus. Man kann ihn nicht lieben aber man kann viel von ihm lernen.

          3. Auld lang syne ehrt die Toten, ist eigentlich ein Abschiedlied. Meine frühere Kollegin und Freundin aus Hong Kong sang es spontan mit uns zum Jahreswechsel im Hamburger Hafen. Im englischen Sprachraum ist das offenbar üblich, man sieht es auch manchmal in amerikanischen Filmen, die an Silvester spielen. Ich hab das mal mit meinem Ex-Chor gesungen und besonders gemocht wegen der hübschen Zeile „We’ll take a cup of kindness yet to days of old lang syne“.

        1. In Darmstadt war ich als ca. 20jähriger einen Vormittag:
          Mit Schulfreund im VW-Käfer Richtung Schwäbische Alb losgefahren – in Frankfurt das Goethehaus besichtigt – auf dem Campingplatz Mörfelden übernachtet – in Darmstadt Spuren von Herrn Merck (dem Stürmer und Dränger) gesucht – stattdessen im Museum Werke von Warhol gesehen (zum ersten mal, kannte den bis dahin gar nicht). Schöne Erinnerung.

  4. allerhand gelernt bei dir — ja, bei uns geistert harry rowohlt auch immer mal wieder rum, und ähnlich wie du vor dem lesungsbesuch habe ich nur ein paar diffuse vorstellungen von ihm — dazu gehört ein unordentlicher bart und ebensolche haare — jetzt weiß ich mehr — na, das waren dann ja ganz schön viele in so einer kaue, wenn das jetzt als veranstaltungsraum mit bühne samt publikum dient — mir eine ganz gräuliche vorstellung, im bergwerk arbeiten zu müssen (mein urgroßvater war bergmann) — dagegen sind ein paar gräuliche kleinbourgeoise haare regelrecht wunderbar!

    1. Diese „Kaue“ ist sehr geräumig und inzwischen gut klimatisiert. Ich habe tatsächlich mal ein (oberirdisches) Praktikum auf einer Zeche gemacht (in der Schlosserei) und kurzfristig mit dem Gedanken gespielt dort anzufangen. Ausbildung und Bezahlung waren sehr gut und es ist auch nicht mehr der Knochenjob der es bis in die Nachkriegsjahre hinein noch war. Aber wer die Augen nicht verschloss konnte damals schon erkennen, das der Bergbau keine Zukunft haben würde.

      1. na, gut, dass deine augen offen blieben, würde ich sagen. mich schreckt das unterirdische, ich fühle mich schon in einem blueskeller, den wir hier haben, extrem unwohl. aber auch daran kann man sich sicherlich gewöhnen!

          1. wer weiß 😉 vielleicht aber auch einfach nur eine etwas stärkere form menschlicher instinkte — ich glaub, so richtig tief unten haben wir auch als affen nicht gewohnt!

  5. … aber „angegraute Bourgeoisie“ ist trotzdem höchst spaßhaft, kurzum: cool; und als ich an der Stelle war, habe ich nicht nur gelacht (okay: Grimassen der Erheiterung entwickelt), sondern auch gedacht (Hört, hört!), und zwar, ob man das übertragen könnte, zum Beispiel „angegraute Prolls“ oder „angegraute Landwirte“: das geht ja überhaupt nicht… – Und siehe: Du hast das dann gleich selbst angedeutet…

    Übrigens ein druckreifer Artikel, wie mich deucht (nicht, dass ich Ahnung hätte, aber ich meine, und zwar nur…).

    1. Danke für deine positive Einschätzung. Ja, wir sind auf dem Weg zur „angegrauten“ Gesellschaft. Was nicht weiter schlimm wäre. Nur das man dann leider nur noch blaue und graue Kleidung tragen kann und nichts grünes oder braunes mehr – es sei denn man färbt sich das Haupthaar.

      1. Ich habe letztens im Bus Minuten lang eine Lehrerin oder Erzieherin angeglotzt (konspirativ natürlich, wie es meine Natur ist; es muss eine pädagogisch Angestellte gewesen sein, denn um sie herum schnatterten jede Menge Schnatterinchen), die sich das Haupthaar in feinster Manier blue silver hat machen lassen… Boah! Das kommt, das gebügelte Schienbein!!!

        1. Bei Frauen wird so etwas eher akzeptiert und sie sind klug genug diesen „Spielraum“ zu nutzen. In meinem Beruf könnte ich mir die Haare nicht „blondieren“ lassen.

          1. Im Ernst gesagt, habe ich mir über „dergleichen“ noch nie – harhar, what a joke – einen Kopf gemacht, aber da stimmt auch irgend was nicht; irgendwann muss ich mal aufgegeben haben, mich um mein „Erscheinungsbild“ zu kümmern, und das ist auch nicht „normal“…

          2. Ha! Von wegen Alu-Folien! Das ist Bild gebende Mikro-Elektronik!

            War ’n Witz!

            Friseur is‘ ’ne Tortur: da fummeln Fremde an meinem Kopf rum; zuweilen aber muss es sein, damit ich nicht gleich von der Straße weg zugeführt werde…

            War ’n Witz!

          3. Der junge Goethe hat sich die Haare noch „brennen und pudern“ lassen. In der Staßburger Zeit wo er mit Pfarrerstöchtern poussierte.

  6. Harry Rowohlt hat bei mir unbekannterweise einen Stein im Brett, seit ich Auszüge aus seinen Übersetzungen las:
    http://fahrtenbuch.blog.de/2009/04/22/kritiker-kinderzimmer-5990294/

    Auf einer Autorenlesung war ich allerdings noch nie – ich könnte mir die Gedanken an Loriot nicht verkneifen und ich weiss nicht, ob jeder Autor dafür Verständnis hätte, dass ich mit breitestem Grinsen vor ihm sitze, derweil er vielleicht tränenreiche Lyrik rezitiert.

    1. Es gibt übrigens auch Bergbau ausserhalb des Ruhrgebietes. Die Montanindustrie – das mag für Kohlekumpels überraschend klingen – befasst sich mit allen Bodenschätzen. Soll heissen, es wissen durchaus auch Menschen ausserhalb besagter Region, was eine Kaue ist.

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