Das Mittwochsbild (17)

Stankowski

Ich will keinesfalls für das Institut Reklame machen dessen Logo oben zu sehen ist.
Es geht mir um den Mann, der es wesentlich mitgestaltet hat. Anton Stankowski wollte Kunst und Gebrauchsdesign nicht trennen. Hier mehr über ihn:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Stankowski

Und hier kann man sich vor Ort über sein Werk informieren:
Kunstmuseum Gelsenkirchen 21. Februar bis 18. April 2010, Museum Wiesbaden 2. Mai bis 4. Juli 2010, Kunsthalle Göppingen 18. Juli bis 5. September 2010

54 Gedanken zu „Das Mittwochsbild (17)“

  1. Wenn ich sowas sehe, denke ich immer: „Na toll, ein Künstler verdient mit so ein paar Strichen ein Haufen Kohle. Würde ich sowas zu Papier bringen, wäre es nur eine wertlose Kritzelei…“

    1. Ist ihm ja wie bei wikipedia nachzulesen auch von der Bildzeitung vorgeworfen worden („Maler verdient mit fünf Strichen 100.000 Mark“). Andererseits: Das Logo ist einprägsam und wirkt nach mehr als 40 Jahren immer noch nicht antiquiert. Man könnte bösartig sagen das Beste am fraglichen Unternehmen ist sein Firmenzeichen.

      1. Die ganze Branche ist ein fragliches Unternehmen, egal welches Logo da über dem Eingang zu sehen ist. Alle behaupten, daß sie nur des Kunden bestes wollen … und meinen damit natürlich sein Geld. 😉

          1. seine Werke sind auch wirklich bemerkungswürdig … wie ich so gesehen hab. Was ich nicht verstehe … wieso musste er 1934 die Schweiz verlassen? … weißt du das?

          2. Es war Welwirtschaftskrise und es war nicht leicht eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Stankowski hätte bleiben können wenn er ein Angebot angenommen hätte in der Schweizer Rüstungsindustrie als Grafiker zu arbeiten. Er folgte dem Rat seiner Schweizer Freunde und lehnte ab.

  2. 100.000 Mark für 5 Striche ergibt unterm Strich 20.000 Mark für einen. Selbst wenn man auf den Strich ginge, würde man in kurzer Zeit nicht so viel ver dienen. Das geht natürlich den meisten gegen den Strich …

      1. Klar, und beim nächsten auf Trag geht die Sache mit den 5 Strichen auch nicht mehr …

        Aber man sieht ein mal mehr: in der ein fach Haidt liegt meistens das Grosse und er Habene.

  3. Danke für diese Information. Wiesbaden klingt interessant … 😉

    Das Wort „Gestaltungslehre“ in Deinen Tags ist mir allerdings etwas sauer aufgestoßen, da dies früher mein „Quäl-Fach“ war :))

      1. Im Grundstudium hatten wir einen ziemlichen Zeitbedarf für Gestaltungslehre …

        Ich bin kein großer Freund von Zeichnungen auf Papier, die ICH anfertigen muss … 🙁

        1. Ich beginne zu verstehen. In den ersten Handelsschuljahren hatten wir sogenannten Kunstunterricht. Wir vermuteten Harmloses. Stattdessen erwartete uns ein schon pensionierter Grafiker der mit diesem Unterricht die eigene Rente aufbesserte. Der ließ uns DIN A 4 – seitenweise Buchstaben mit Stahlfedern bemalen. Ziel des Unterrichtes war uns beizubringen wie man ein Werbeschild graphisch gestaltet.
          Es war die Vorhölle.

          1. Bei uns begann es auch mit der Vorhölle: ein Semester Technisches Zeichnen – und dann ein Semester Gestaltungslehre. Jeweils mit Übungen und Hausarbeiten! *soifz*

  4. Eigentlich wollte ich jetzt was dazu schreiben, aber Du bist unter den empfohlenen Blogs (d. h.: natürlich nicht Du, sondern eben Dein Blog), und das kommt irgendwie doof, weswegen ich nichts sage…

    (… der Herr hat übrigens – genau weiß ich es nicht mehr – 5000 oder 6000 Reichsmark für sein Werk bekommen… man muss das noch in die heutige Währung umrechnen… reicht für ’n nettes Kfz….)

          1. Da habe ich mich wohl geirrt – waren wohl paar mehr, höhö…

            Das mit dem nicht Kommentieren bezieht sich darauf, dass ich mir tatsächlich blöde vorkomme, zu kommentieren, wenn der Betreffende (gemeint ist natürlich auch immer die Betreffende – die Redaktion) gerade „in den Charts ist“, chch…

            Ich tue es aber immer wieder – und habe dann Schuldgefühle; allein (wie schon mehrfach gefragt): was sollte ich auch ohne Schuldgefühle tun???

          2. Die Kriterien für diese „Charts“ sind für mich nicht nachvollziehbar. Ich freue mich natürlich über eine solche „Notierung“ weil sie die Chance bietet das mehr Menschen mein weblog wahrnehmen und das ist mir natürlich wichtig. Aber wenn es nach Zahl der Aufrufe und Kommentare ginge dürfte ich nie unter die ersten 20 gelangen.

            Deinen „Schuldgefühlen“ stehe ich hilflos gegenüber. Was ich auch dazu schreiben würde – es wäre falsch – oder?

          3. Muahaha! – Das bezieht sich jetzt auf Deinen ersten Satz… Ich denke, das ist „mystisch“… In Grunde ist die Sehnsucht nach ein bisschen Budenzauber immer da (das sagt der Richtige – ja, eben drum!), auch oder gerade in der High-Tech-Gesellschaft, und alles „mit Computer und so“ ist auch ein bisschen was wie Totem usw. (und das meine ich jetzt nicht nur „witzig „)…

            Gequatsche wie das mit den Schuldgefühlen (die ohnehin tatsächlich nicht auszuräumen sind) – einfach ignorieren; das ist so wie Gesichtszucken, das Einer nicht beherrschen kann, man sollte einfach drüber weg sehen, weil alles Andere Energieverschwendung wäre…

            (…wie ich wieder huldvoll und gnädig „Empfehlungen“ verteile – großartig, nicht wahr…)

            Öhm – schönen Sonntag in Gelsenkirchen!!!

            Das Fossil

          4. Danke. Inzwischen ist er ja fast Geschichte. War mit meiner Frau im Stadtgarten, später ist der gerade erworbene neue Gartenstuhl unter meinen 107 kg zusammengebrochen. Im Gegensatz zum Stuhl bin ich unverletzt.

          5. 107 Kg? – Das ist denn doch Bearbeitungspflichtig… (seitdem ich nicht mehr rauche… – lassen wir das; alles hat zwei Schattenseiten!)

            Eine gute Woche!

            Das Fossil

    1. PS:
      Damals verdiente ein Vorstand dieser Bank 300.000 bis 500.000 DM – pro Jahr . Heute verdient Herr Ackermann mehr als 10.000.000 € im Jahr. Das ganze ist mehr als 30 Jahre her. Das waren die fraglichen Summen noch kleiner.

          1. frag mich mal. ich warte noch auf eine zu- oder absage zu der wohnung, die ich beschrieb. 🙁 ich suche natürlich trotzdem weiter. seit dem der mietenspiegel hier noch oben korrigiert wurde, ist es noch schwerer was bezahlbares zu finden.. *seufz* und ohne bürgen kann ich mich eigentlich nur noch mit ner wasserpistole erschiessen.

          2. ich habe ihr letzte woche eine mail geschickt, aber noch keine antwort. nächste woche wird erstmal die schlüsselübergabe sein, aber auch meine bekannte hat noch keinen festen termin bekommen. scheint, als ob im sozialen wohnungsbau noch die lochkarte herrscht und die uhren sanduhren sind.. 😉

          3. Mit Email als Kommunikationsmittel haben viele Bürokraten noch ihre Schwierigkeiten. Da wirst du wohl telefonierern, besser noch persönlich hingehen müssen.

  5. wieder was gelernt, merci für die info. finde das zeichen hässlich (was nichts über seine qualität aussagen soll/muss/will). das ineinander von kunst, design und werbung finde ich aber nach wie vor sehr interessantund bedenkenswert – mir fallen da dann gleich ein paar renommierte schriftsteller ein, die auch in der werbung tätig sind bzw. waren (martin suter, georg klein)

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