Sonntagfrüh (Blog 390)

Trotz Urlaub und Sonntag wurde ich wieder vor 6.00 Uhr wach und schleppte mich zum Innen/Außen – Thermometer (Wie habe ich früher ohne dieses Teil leben können?). Es zeigte +2Grad an. Gestern Abend hatten die Temperaturen noch knapp unter dem Gefrierpunkt gelegen. Mir graute vor dem Blick aus dem Fenster. Zurecht – wie sich bald zeigte. Es muss in der vergangenen Nacht zunächst geschneit haben und dieser Niederschlag ist wohl später in Regen übergegangen. Es regnete immer noch – in Strömen.

Also zog ich Jeans und Fleece über den Schlafanzug, setzte den Hut auf und griff mir den Besen um den Bürgersteig vor dem Haus zu räumen. Das klappte nicht da der Besen sich sofort mit Schneematsch vollsog. Gegen den Einsatz des Metall-Schneeschiebers hatte ich jedoch Bedenken. Ich erinnerte mich daran wie ich als junger Mensch die in unserer Straße lebenden, schlaflosen Rentner verflucht habe die mich in aller Frühe durch lautstarkes Schneekratzen weckten.

Also erst einmal wieder zurück in die Wohnung. Wie erwartet war auch meine Frau schon wach und kochte bereits Kaffee. Wir frühstückten üppig, dann ging es erst einmal zurück in die Federn.

Kurz nach 8.00 Uhr begann ich dann doch mit der nicht gerade geräuscharmen Räumung. Unter dem Schnee war es glatt und so griff ich zum Salz. Ist zwar verboten aber ich will nicht Schuld sein wenn eine ältere Dame die zur Kirche hastet (solche gibt es hier noch) hinfällt und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzieht.

Inzwischen ist der Regen wieder in Schnee übergegangen. Aus dem geplanten “walken” wird wohl nichts. Schnee jedoch habe ich heute nicht zum letzten Mal geräumt.

14 Gedanken zu „Sonntagfrüh (Blog 390)“

  1. Ja, ältere Frauen, die zur Kirche hasten, leben gefährlich. :DD

    Remo kann auch nicht ohne Thermometer leben. Also brauchst Du Dir da keine Gedanken zu machen. :>>

    Einen schönen Adventssonntag wünscht Euch

    Silke

    1. Danke, ich hoffe ihr habt ebenfalls einen angenehmen Abend.
      Ansonsten ist es gekommen wie befürchtet. Schneeräumen war noch zwei mal angesagt. Aber so bin ich wenigstens mal nach draußen gekommen.

  2. Oh, ich liebe meinen Außenthermometer auch. Sagt er mir doch, was ich anziehen muss. 😉

    Das ist mein Vorteil im Winter: Ich hab einen Hausmeister. Der war auch schon in aller Herrgotsfrühe hier und hat in Überstunden einen Fußweg von Matsch befreit und gestreut.

    Ein fauler Tag mit Kerzen, wenn es draußen düster ist, tut genau so gut, wie walken. 😉

    1. Es zählt in diesem Fall die gute Absicht.

      In dieser übersichtlichen Straße leben zwei Hunde. Ein Jack Russsel Terrier der mich immer anbellt ( und wohl noch anderes tuen würde wenn man ihn ließe) und ein alter griesgrämiger Collie der erkennbar ungern unterwegs ist. Beide sind mir heute nicht begegnet.

          1. Meine Hündin war auch ein Collie, allerdings nur zur Hälfte. Die können sehr zickig sein, ich finde sie haben oft was Arrogantes an sich.
            Lassie (wie kann man seinen Hund nur “Mädel” nennen) war ja auch eher eine Märchenfigur.

  3. hier auch, so ein mist, habe ich doch grade besuch aus wärmeren regionen die zu nikolaus schnee wollten, aber immerhin, gab es ein wenig weiss aber leider keine aussicht… zu tiefe wolken.

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