Das Mittwochsbild (40)

Container

Große Binnenhäfen gehören zu den ödesten Orten die man sich vorstellen kann. Container, Lagerhallen – sonst nichts.
Bei soviel Tristesse empfindet man es als Abwechselung, wenn ein Container etwas anders gestaltet ist als üblich. Wie etwa hier mit der Abbildung eines Krokodils das einen Container auf der Schulter trägt. Den Sinn will ich nicht weiter hinterfragen. Dem Auge tut das Bild in dieser Umgebung gut.

31 Gedanken zu „Das Mittwochsbild (40)“

    1. Die sind leer. Ist eine Art „Pfandflaschenlager“. Aber als vor einigen Jahren ein Containerschiff vor der britischen Kanalküste strandete wurden BMW-Motorräder und Wein in Eichenholzfässern an den Strand gespült. Eine englische Dame die seinerzeit sagen wir mit ihrem Hund am Strand spazieren gegangen wäre hätte…..

    1. Ja das ist Ruhrort und es mag sein das technische Einrichtungen wie Kräne auch nicht uninteressant sind.
      Wenn man täglich hier ist wird es aber langweilig zumal es keine Infrastruktur gibt. Selbst der Schnellimbiss hält sich nicht, hat in fünf Jahren drei Pächter gehabt und steht momentan wieder einmal seit Monaten leer.

      1. Ok, für mich war es natürlich der Reiz des Neuen. Wenn man eine Umgebung täglich sieht, dann muss man sehr aufmerksam sein, um noch einen Blick für das Außergewöhnliche zu haben.

        Habt einen schönen Sonntag 🙂

  1. Unweigerlich kommt es einem in den Sinn, dass man die Container so anordnen könnte, dass daraus ein Labyrinth entstünde, ein moderner Irrgarten, wie man ihn in der Renaissance so sehr liebte …

    1. Das hier hat durchaus etwas von einem Labyrinth. Hat Nürnberg nicht auch einen Hafen? Du könntest Kontakt zu Frau Kammerer aufnehmen und diese Idee in „Nürnberg und der Rest der Weltr propagieren.

  2. Ich finde den Anblick gar nicht so öde. Für mich verbirgt sich dahinter Handel und Wandel und die große weite Welt. Stell dir nur vor, wo die schon überall waren und wohin sie noch kommen und was da alles drin sein könnte (die Evergreen Line-Container, die wir neulich beim Wickel hatten, sind übrigens alle grün)…

  3. … so „öde“ finde ich das gar nicht… Industrielandschaften aller Art können eine eigenartige herbe Romantik haben… oder so was… aber das ist sehr subjektiv und peripher…

    (… Krokodil steht für die verschlingende Mutter… würde Dr. Freudlos sagen… hüstel…)

    (… hihi… die Anmerkung von Frau Commerzienrätin von der Waterkant habe ich jetzt erst gelesen…)

      1. @stadtpomeranze
        Akzeptiert. Als Hamburgerin sind dir Häfen natürlich vertrauter und sicher weißt du eher wie wichtig sie sind.
        Aber das Leben und arbeiten dort ist im Zeitalter der Container sicher eintöniger geworden.
        Bei dieser Gelegenheit eine Geschichte. Einer meiner Kunden wollte ein Gehäuse für einen Gitarrenverstärker bauen und brauchte dafür ein seltenes Holz in kleinen Mengen. Kriegst du nur in Hamburg sagte ich ihm. Er fuhr tatsächlich hin, war zunächst begeistert, schaute sich stundenlang im „Holzshop“ um. Gegen Mittag wurde ihm bedeutet man habe nun Pause. Er müsse das Gelände verlassen. Was nun, er kannte sich nicht aus und das Hafengelände war wohl noch grösser und – Verzeihung – öder als Duisburg. Alternativ bot man ihm an, sich eine Stunde in den Sozialräumen einschließen zu lassen. Die Holzstücke waren klein und teuer. Man fürchtete wohl Diebstahl. So blieb ihm keine andere Möglichkeit als auf den Vorschlag einzugehen.
        Wieder zurück suchte er mich auf und machte mir Vorwürfe. Ich nahm sie zur Kenntnis. Das Boxengehäuse hat er aber aus diesem Holz gebaut.

        @ koskator
        Heute Nacht wird dir die Fee im Traum erscheinen und dich vor die Wahl stellen dein restliches Leben entweder im ländlichen Bayern oder in einem Industriehafen zu verbringen. Ich wüßte was ich wählen würde.

        So Siggi hatte also ein gestörtes Verhältnis zu Krokodilen? Schöne Tiere doch und bis in die neueste Zeit hinein in der Hochlyrik besungen:

        http://tinyurl.com/646klvo

        1. … nee, zu Big Sig sage ich jetzt nix… das bringt nichts… die Widerstands- und Abwehrformationen in nicht unweiten Kreisen der Bevölkerung sind zu chronifiziert…

          Hüstel!

          Und wenn es nur eine Fee wäre, aber es ist schon bisschen was Anderes, aber gut gemacht, wie gesagt…

          Hm. – Industriehafen in den Alpen. Chchch.

          Habe Er Spaß!

          1. @ koskatot
            Triest wäre schön. Liegt nicht weit weg von den Alpen, ist etwas morbide, war mal der größte Hafen Österreichs – eine Stadt die zu dir passen würde.

          2. Dein Tippfehler ist einsame Spitze – aber sich über Freud lustig machen!

            (… nur wer ganz gestorben ist, kann ganz ein Schaffender sein… „Tonio Kröger“… pah…)

            Morbid ist gut! Morbid ist sehr gut!

          1. Hä? Aber da war doch mal so was Rotblondes? Auf dem einem Profil-Foto? – Wunschdenken, chch… Aber keine Angst: demnächst schleppe ich mich wieder freudlos, aber nicht Freud los auf die Couch…

    1. Das scheint so zu sein. Um so schlimmer das man die Rasenfläche an der Zufahrt auch noch zu einem Abstellplatz für Baumaschinen gemacht hat. Einige Brücken müssen dringend erneuert werden.

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