12 Gedanken zu „Das habe ich mich auch schon gefragt NF36“

  1. Guten Tag!

    Mein Name ist Koske – ich kommentiere hier (frei nach Prof. von Bülow)…

    Wie gesagt: getwittert und geblogt hat er ja, der Goethe (und hatte ich erwähnt, dass ich auf Anregung von Herrn manulan, hier im Netz, eben „Dichtung und Wahrheit“ lese, und ist denn mein Entzücken vollständig meinerseits!); sein Twitter und Blog hieß Eckermann, und das von Dir angedeutete Problem hat er gar im Faust angebracht, ich glaube, im Vorspiel auf dem Theater; manche kämen, Sinn gemäß, entsetzlicher Weise in eben dieses Theater „vom Lesen der Journale„, hihi (meine Güte, ich bin doch noch nicht völlig zerrüttet, die Hinzuziehung der Gemeindeschwester scheint jedenfalls derzeit noch nicht nötig).

    Ich würde den Fokus woanders setzen, und das ist natürlich wieder miesepetrig-melancholisch-depressiv-randständig (und hier zeigt sich neuerlich meine chronische Chamäleonose, morbus zelig, denn derartige Bindestrich-Konstruktionen waren typisch für den alten Goethe, hüstel), aber subjektiefsinnig ist nun mal spannend; mir fällt dazu eine Beobachtung ein, die ich in einem meiner in die Tonne getretenen Blogs angebracht habe, dass Leute, kaum, dass die Straßenbahn oder der Bus paar Stationen von zu Hause weg waren, zum Handy griffen – um zu Hause anzurufen (oder am Zielort), und das habe ich -zig Male beobachtet, nicht ein paar Male…

    Ich will sagen (ich kann mich nicht so ausdrücken!), dass „Ablenkung“ (siehe FAZ-Artikel) vielleicht gar nicht das Stichwort in diesem Zusammenhang ist (sorry, in diesem Kontext, hüstel), sondern etwas wie „sich seines Kontaktnetzes vergewissern“ (und das ist dann doch bissl was Anderes als Goethe und die Zeitungen)… als müsste man sich, um in meinem Beispiel zu bleiben, nach wenigen Minuten und wenigen Metern dieses Netzes vergewissern (oder der Tatsache, dass am Zielort eines vorhanden wäre)… aber warum… woher die Angst, dass es weg sein könnte… tja… Gnade der späten Geburt… dieses „weg sein“ im brutal umfassendem Sinne haben ja Millionen Menschen im XX. Jahrhundert tatsächlich erlebt… und ihren Kindern dementsprechend nicht das hinreichende Gefühl sicherer Präsenz geben können… und wieder wird ein menschlich-emotionales Problem gelöst (?) durch Technik und Technologie; das scheint auch ein Super-Trend dieser unserer Postmoderne zu sein…

    (… ich bitte meine Geschwätzigkeit zu entschuldigen, sie ist einerseits natürlich Ausdruck zunehmender geriatrisch relevanter Defizite, andererseits hat der Kranke zu wenig Ansprache…)

    Es gibt viel zu tun – lassen wir es bleiben!

    Gut Holz!

    Das Fossil

    PS: Will jemand das Bachelor-Thema? 3000 Euro? Muahaha!

    1. Das hätte der arme Eckermann verhindert (den er so schlecht bezahlte das er nicht heiraten konnte – die Verlobte starb an der Schwindsucht).
      Möglicherweise wärst du aber zumindest zeitweilig auf seiner facebook Liste der Freundinnen und Freunde erschienen.

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