TAKE THREE (Blog 335)

ONE: Spam sucht sich neue Wege

Was den Email Account betrifft ist Spam kein großes Problem mehr. Die Anbieter gefälschter Uhren , die Viagra – Händler , die Bankdatenpisher, der Heartbooker Service – sie alle werden Opfer der Filter und ungelesen gelöscht .

Nun erreichen uns die Spam-mails zunehmend über die sogenannten social networks. Fast jeder twitter-follower der mir in letzter Zeit unterkam hatte einen kommerziellen Hintergrund – und sei es der Weinhändler aus Baden Würtemberg. Und über sevenload, neuerdings aber auch blog.de erreichen mich Nachrichten wie diese:

Hi! Ich bin Miss Jesica
wie geht es dir! hoffe, Sie sind fein und in
einwandfreiem Zustand der health.I ging durch Ihr Profil auf (www.blog.de) und ich lesen
und hat Interesse daran, wenn Sie nichts dagegen haben werde ich, wie Sie zu mir
über diese ID (jesicasamule@yahoo.com), so dass ich Ihnen mein Foto
ok hoffe, von Ihnen zu hören bald, ich werde warten auf Ihre E-Mail, weil
Ich habe etwas sehr Wichtiges zu sagen. Viel Liebe und Kuss

Vielleicht gehen wir zu unrecht davon aus, das die Menschen, die sich im Netz tummeln solche Nachrichten als das einschätzenkönnen was sie sind : Geschäftemachereien hinter denen sich keine real existierenden Menschen, geschweige denn emotionale Regungen verbergen. Aber offensichtlich ist das nicht so. Menschen die betrogen werden wollen: Es gibt sie im Netz wie im realen Leben – und weder hier noch dort ist Ihnen zu helfen.

TWO: Epetition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten 

Auf diese Petition habe ich vor zwei Wochen schon einmal hingewiesen:

http://tinyurl.com/m4j3co

Vergangenen Donnerstag war es endlich soweit: Die Grenze von 100.000 Mitzeichnern wurde überschritten. Zwischenzeitlich gab es tatsächlich eine Reaktion von Frau von der Leyen:

http://tinyurl.com/qjuljt

die für sich spricht .

„Leider“ gibt es eine Epetition aus dem Juni 2008 die auf noch mehr Zustimmung stieß: Die Forderung nach „Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin“ fand 128193 Mitzeichner und liegt damit an der Spitze . Wer das ändern will kann das hier tun: http://bit.ly/7n2Qv

THREE: www.tinyurl.com

Wahrscheinlich kennen es außer mir (fast) alle schon: Es gibt eine Möglichkeit Links zu verkürzen. Vielseitig verwendbar, nicht nur für Twitter-Einträge. Bin begeistert.

Gut, das man nicht nur Links, sondern auch Wochen verkürzen kann. Wünsche euch allen erträgliche Tage.

Genug ist nicht genug! (Blog 332)

Binnen weniger Tage haben mehr als 50.000 Menschen die ePetition gegen Internetsperren mitgezeichnet. Auch ich bin dabei. Der Petitionsausschuss des Bundetages muss nun über diesen Antrag diskutieren.

Aber trotz der beeindruckenden Geschwindigkeit mit der die notwendige Zahl der Stimmen erreicht wurde: Wir sind noch zu Wenige. 50.0000 – das dürfte die durchschnittliche Besucherzahl eines Bundesligaspiels sein oder die Bewohnerzahl zweier Stadtteile Gelsenkirchens. Eine Zahl die von den Politikern noch nicht ernst genommen wird. Sonst würde es der Wirtschaftsminister nicht wagen uns in die Nähe von Kinderschändern zu rücken. Zitat: „Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht“.

Diese Äußerung spricht für sich und legt den Schluß nahe das Guttenberg nicht ausreichend informiert ist. Worum es geht kann man unter vielen anderen aus diesen Quellen entnehmen:

http://www.tagesschau.de/inland/petition106.html

http://fritz.de/aktuell/2009/mai/petitioninternetsperren.html

Inzwischen wird die ePetition von mehr als 68.000 Menschen unterstützt . Aber ich fürchte erst eine Zahl im hohen sechstelligen Bereich könnte die Abgeordneten beeindrucken.

Wer die Petition lesen und möglicherweise unterstützen möchte ist hier richtig:

http://bit.ly/7n2Qv

Das Thema ist es Wert das man ihm einige Minuten seiner Zeit widmet und eine Gelegenheit direkt auf das politische Geschehen Einfluss zu nehmen findet sich so häufig auch nicht. Diese Petition könnte der Beginn spürbarer, nicht mehr ignorierbarer demokratischer Einflußnahme auf die Bundespolitk via Internet sein. Sie könnte in die Geschichte eingehen und wir könnten später einmal sagen: Wir sind dabei gewesen – als Mithandelnde.