Bier und Fußball (Blog 370)

Gestern am späten Nachmittag bin ich mit dem Linienbus drei Stationen weiter gefahren, habe EINE Flasche englischen Bieres im Getränkemarkt meines Vertrauens gekauft:

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bin wieder zurück gefahren und hab es gestern Abend während der ersten Halbzeit des Fussballspiels „Argentinien – Deutschland“ mit grossem Vergnügen getrunken. Die zweite Halbzeit habe ich mir nicht mehr angetan. Bin lieber schlafen gegangen.

Soviel Snobismus muss sein!

Feuerwerk sah man nur vereinzelt….. (Blog 283)

…..aber zumindest in der Gelsenkirchener Innenstadt war es gestern nach dem Spiel Deutschland – Türkei wesentlich lauter als zum Jahreswechsel und so richtig schlafen haben wir wegen der noch lange nach Mitternacht anhaltenden Hupkonzerte nicht können. Dafür war es heute in der S-Bahn – hier wurden diese Zeilen ursprünglich geschrieben – umso ruhiger. Auf den Sitzen flezten sich deutlich mehr Schläfer als sonst, manche noch mit schwarz-rot-goldenem Schal und entsprechender Kappe.

Natürlich freue ich mich, dass die deutsche Nationalmannschaft das Endspiel um die Fußball-Europameisterschaft erreicht hat aber um die Türken tut es mir leid. Mit ihnen scheidet die Mannschaft aus, die bei dieser EM für Spannung und Dramatik gesorgt hat und sich wohltuend von den „Defensivkünstlern“ aus Griechenland, Rumänien oder auch Italien abhob. So viele Tore in den letzten Minuten – das hat mich beindruckt – auch deshalb, weil es zu den Charakteristika der hiesigen Bundesligamsnnschaft (Schalke 04)gehört, sich nach jeder 1:0 Führung selbstgefällig „zurückzulehnen“. Nicht zuletzt deshalb ist die deutsche Meisterschaft in diesem Jahrzehnt mindestens zweimal knapp verpasst worden.

Kein Wunder, das jemand wie Hamit Altintop bei Schalke nichts werden konnte und frustriert zu den Bayern floh; das er bei dieser Europameisterschaft groß herauskam freut mich für ihn der in Gelsenkirchen aufwuchs und nicht weit von hier zur (Gesamt)schule ging. Leider ist er auch ein Beispiel dafür, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt.