Eigentlich habe ich ja Urlaub….. (Blog 281)

…..aber meine Frau und ich hatten schon vorher geplant, einige notwendige Investitionen nebst dem damit verbundenen Aufwand in diese Zeit zu legen, da sie in den normalen Alltag kaum „einzubauen“ sind . Und so schafften wir in der vergangenen Woche einen neuen Kühlschrank, einen neuen Gefrierschrank und ein Induktionskochfeld an. Bis Anfang letzter Woche war mir noch nicht bekannt, was ein „Induktionskochfeld“ ist, aber meine Frau war bestens informiert, wollte es haben und da sie gerne und gut kocht und sie sich in diesem Bereich sicher besser auskennt als ich wurde es natürlich angeschafft. Im Moment experimentiere ich gern damit (besonders eindrucksvoll: Man kann ein Blatt Papier zwischen Kochfeld und heißem Topf legen ohne das etwas passiert) fürchte aber, bald aus der Küche gewiesen zu werden.

Zweite Baustelle: Neues EDV – Gerät gekauft. Durch Umstände, die ich nicht im Detail schildern will habe ich wohl bis kommenden Mittwoch keinen Zugriff auf meinen Breitbandanschluss und muß mich mit einer UMTS/HSDPA-Card begnügen (seufz!) – furchtbar, aber mir ist bei dieser Gelegenheit deutlich geworden, das es unumgänglich ist , eine alternative Möglichkeit ins Netz zu gelangen zur Verfügung zu haben.

Um Mutmaßungen zuvorzukommen, bei uns sei der Wohlstand ausgebrochen: Die alten Elektrogeräte waren deutlich älter als ein Jahrzehnt, verbrauchten viel Strom und natürlich haben wir schon längere Zeit darauf hin gespart. Man muss halt Schwerpunkte setzen.

Letzte ungeplante wenn auch nicht ganz unerwartete Entwicklung: Nach 12 Jahren und 170.000km will das Auto nicht mehr. Eine Reparatur ist möglich, aber teuer und angesichts der Unterhaltskosten, die ich für das vergangene Jahr ausgerechnet habe:

2007
1551,00 € Benzin
462,31 € Versicherungen
117,00 € KFZ-Steuer
1067,21 € Werkstatt
508,00 € Garage

Zusammengerechnet :

3708,52 € Gesamtkosten pro Jahr

gleich: 309,04 € Kosten pro Monat

haben wir uns entschlossen, es künftig einmal ohne Auto zu versuchen. Meinen eigenen Wagen habe ich bereits 1994 abgeschafft (Nicht aus wirtschaftlichen Gründen!) und wenn dieser Schritt möglich ist, dann wenn man wie in unserem Fall in einem großen Ballungsraum mit gut ausgebautem Nahverkehr wohnt. Wir könnten einen neuen Wagen anschaffen und unterhalten (noch), aber die Entwicklung läuft dahin, dass ein Auto künftig nicht mehr zu einem guten Leben gehören, sondern eher einem guten Leben hinderlich sein wird. Mir ist klar, das dies in Lebensräumen mit eher ländlichen Strukturen nicht möglich ist. Ich bin auch keinesfalls ein fanatischer Gegner der motorisierten Fortbewegung aber ich glaube, die Zeiten des Individualverkehrs gehören der Vergangenheit an. Ich bin mir sicher , das ich sein Ende noch miterleben werde. Zu gefährlich, zu viele Opfer, zu ungesund, zu teuer, zu ineffizient, zu wenig zukunfts- und änderungswillig – das sind heute die Kennzeichen der auto“mobilen“ Gesellschaft und sicher ist es sowohl spannender als auch lohnender, seine Fortbewegung so zu organisieren, das weder die Lebensqualität (etwa durch zusätzlichen Zeitaufwand) noch die menschlichen Kontakte leiden. Das geht! Daran wird nun gearbeitet und Fortschritte werden natürlich per Blogeintrag vermeldet werden.

Das bisherige wurde natürlich in erster Linie geschrieben um zu erklären, weshalb seit gut einer Woche meinerseits weder etwas geschrieben noch kommentiert wurde. Die Zeit war halt knapp. Das ändert sich nun wieder und nicht nur das: Alles muss sich ändern. Alles muss besser werden…