Der Rest der Urlaubswoche (Blog 308)

Donnerstag war es dann soweit: Ich mußte die Wohnung, verlassen, wollte es auch. Hatte mich für den Nachmittag bei Frau Sonnenschein angesagt. Es dauerte wenig mehr als eine Stunde, da war ich mit Bus und S-Bahn in der kleinen , schon im Bergischen gelegenen Stadt angelangt in der Villen aus dem 19. Jahrhundert und alte Fabrikgebäude von einstigem Reichtum zeugen angelangt.. Auch heute lebt es sich dort noch gut. So passierte ich eine Art Büchercafe in welchem ein Pianist seinem Instrument Töne entlockte, die bis auf die Straße drangen – aber ich widerstand dem Gesang der Sirenen.

Was mich bei Frau Sonnenschein erwartete, wußte ich noch aus dem Besuch im Vorjahr. Nebst ausgezeichnetm Kaffee und Kuchen die intensive Begrüßung durch drei nicht gerade kleine Hunde -später fand auch der Kater seinen Weg zu mir und wurde ausgiebig mit Streicheleinheiten versorgt. Auch das mir bisher nur von Bildern her bekannte Terarium nebst seinen Bewohnern den (inzwischen drei) Leguanen konnte ich in Augenschein nehmen und natürlich blieb auch noch Zeit, sich über Blog und Blogger auszutauschen.

Freitag wurde ich früh von meiner Frau geweckt. Die Hochzeit unserer Nichte (ihres Patenkindes) stand an. Kaum widerwillig aus Morpheus Armen entwichen schellte das Telefon. Mein Freund Theo, Betriebsleiter bei einer Ladenbaufirma verlangte nach orangefarbenen Mineralwerkstoff. Der Lieferant war so früh noch nicht zu erreichen und so schickte ich eine Mail. Der Rückruf erreichte mich erwartungsgemäß unter der Dusche. Alles ließ sich zur allseitigen Zufriedenheit regeln.

Nur frage ich ich mich nach diesem Erlebnis weshalb ich überhaupt noch zur Firma fahre. Alle notwendigen Daten befinden sich im Laptop oder sind über ihn erreichbar. Weshalb eigentlich stehe ich im im November frühmorgens auf kalten Bahnhöfen ? Geschäfte im Bad gefallen mir viel besser.

Den restlichen Tag verbrachte ich in einem Renaissance Schloss. Ja – richtig gelesen. Das Gelsenkirchener Standesamt ist in einem solchen untergebracht :

http://www.gelsenkirchen.de/Leben_in_Ge/Kunst_und_Kultur/Schloss_Horst/default.asp

und während wir 1994 noch in Backstein-Expressionismus mit Gummibaum im Hintergrund heiraten mussten (Nein, kein Foto) steht heute ein passenderes Ambiente zur Verfügung das auch von Paaren aus den Nachbarstädten gern genutzt wird. Auch die Gastonomie war erträglich und der vorausgesagte Wintereinbruch fand jedenfalls in unserer Region nicht statt: Kein Schnee und +3Grad am Nachmittag bei mäßigem Wind. Das war erträglich.

Über den Samstag gibt es nichts zu berichten. Wohl zum Sonntag – das aber später. Morgen hat die Arbeit mich wieder.