Nach dem Jahreswechsel NF44

Das war das lauteste Silvester seit ich diesen Tag bewusst wahrnehme. Wahrscheinlich wegen des illegalen osteuropäischen Feuerwerks („Polenkracher“) das auf den allseits bekannten von den Behörden anscheinend ignorierten Hehlermärkten verkauft wird. Hört sich an wie Artillerie. Silvester künftig mehr laut als bunt? Das würde mir nicht gefallen.

Ich beteiligte mich mich mit 10 Raketen am globalen Feuerwerk. Es regnete; es war windig – alles jedoch besser als – wie im Vorjahr – die Geschehnisse lediglich aus dem Fenster eines hochgelegenen Krankenhausstockwerks verfolgen zu können.

Anschließend schaute ich in öffentlich rechtlichen Sendern bis 3.00 Uhr was die Archive an Schlagern und Popmusik hergaben. Vorwiegend 70er und 80er Jahre. Davon ist mir damals vieles entgangen weil ich entweder unterwegs war oder mit Lektüre beschäftigt.. Ich sah es mit Vergnügen: Die Frisuren, die Kleidung und das unglaublich steife, um Distanz bemühte Studiopublikum. Es war beeindruckend und das ist nicht nur ironisch gemeint. .

Zwischenzeitlich warf ich einen Blick auf Obamas tweets zum fiscal cliff an. Ein Präsident der die Öffentlichkeit während der Verhandlungen mit 7 Nachrichten über seine Haltung informiert – das beeindruckt mich. Bei uns reicht es nur zu fragwürdigen Neujahrsansprachen.

9.00 Uhr gab es das erste Frühstück des Jahres. Danach zurück mit der Frau in die Federn, lesen, surfen, schreiben…… Das Jahr fängt gut an.

Original und Cover (3)

Boygroups gab es schon in den 60ern:

http://tinyurl.com/432xzu

und das Lied hat seinen eigenen wikipedia-Eintrag:

http://de.wikipedia.org/wiki/I%E2%80%99m_a_Believer

und wie dort bereits erwähnt hat in diesem Fall der Komponist
seinen eigenen song gecovert:

http://tinyurl.com/3adf6yl

Neil Diamond wird am Montag 70 Jahre alt.

Original und Cover (2)

Ich wage mal die These das dieser Dylan-song im “Orkus des Vergessens” verschwunden wäre gäbe es nur die Version des Meisters. Dafür spricht auch das eine passable Originalversion gar nicht so leicht zu finden ist:

http://tinyurl.com/37frj9f

Aber Bob Dylans Werk wird seit je her von vielen Interpreten als Steinbruch genutzt und nicht selten wurden Dylans songs erst in Coverversionen populär. Häufig ist es einem Großteil des Publikums gar nicht bekannt das Dylan der Autor ist. Das dürfte auch für “Mr. Tambourine Man” gelten. Die Byrds haben die psychedelische Komponente sehr schön heraus gearbeitet:

http://tinyurl.com/6webt6q

UND da dies hier ein persönliches weblog ist will ich die Interpretation die mir die liebste ist auch nicht verschweigen:

http://tinyurl.com/39g2pqe

Original und Cover (1)

Das folgende Video passt gut zur momentanen Witterung. Obwohl – Schnee liegt hier (noch) nicht. Feucht und kühl genug ist es auch so:

http://tinyurl.com/38pn9pg

Kann man da etwas machen? Ja! Rum und Reggae helfen über Spätherbstdepressionen gut hinweg. Ersteren habe ich mir gerade in den Tee geschüttet und musikalisch kann auch geholfen werden:

http://tinyurl.com/cydrma

Au revoir Tristesse!

Eine neue Blogfreundin, ein maritimes Lied und ein vergessener Geburtstag (Blog 320)

Angelxofxblood würde am liebsten in Lünen wohnen, mag das Mittelalter und steht vor einem großen Abenteuer (will heiraten). Ich freue mich, sie als Blogfreundin begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen!

Aus Detroit kommen nicht nur spritfressende Autos, sondern auch Bob Seger, der hierzulande nie sehr populär gewesen ist – bedauerlicherweise. An einer angemessenen Übersetzung dieses Liedes habe ich mir schon in den späten 70ern die Zähne ausgebissen. Als eher gefälliges Seemannslied daherkommend stecken im Text jede Menge Idiomatischer Wendungen und wenn man sie wahrnehmen will eine nicht leicht zu entschlüsselnde Botschaft. Wer es hören möchte: http://www.youtube.com/watch?v=kJTURFcBuB8

Am Montag schon jährte sich sein Geburtstag zum 200sten Mal: Felix Mendelsohn Bartholdy, zu Lebzeiten vielleicht zu sehr bewundert dafür mangelt es heute etwas an Nachruhm. Zur Erinnerung ein Werk das auch noch heute jedem geläufig sein dürfte: http://www.youtube.com/watch?v=a2vOQTtrLiI

Konzert für Klavier und Ochester Nr.3 (Blog 275)

Ein Scheiß-Tag: Brüllende, tobende Kunden am Telefon, die nach ihrer Ware schreien und vor lauter selbstbezogenen vor sich her arbeiten immer noch nicht begriffen haben, das die Zeiten sich änderten. Das der Markt schon seit einiger Zeit kein Käufer- , sondern ein Verkäufermarkt ist (zumindest in Bezug auf Rohstoffe und Halbfertigprodukte ). Das sie nun 24 statt 17 Euro pro Quadratmeter für das Birkensperrholz zahlen müssen, weil irgendwelche korrupten Russen die Ware illegal nach China verschieben und nicht daran interessiert sind mit knauserigen Europäern um Preise zu feilschen – weshalb nur noch sporadisch Kontingente nach Westeuropa gelangen – was wiederum steigende Preise zur Folge hat. Sie begreifen es nicht und mutmaßen immer noch das böswillige Kaufleute sich die Taschen füllen wollen.
Und dann kommt Nachmittags noch eine Anfrage von einem Auftraggeber aus dem „öffentlichen“ Bereich. Viel Rechnerei. Zwei Überstunden. Ist mir peinlich weil heute unser Putztag ist und ich eigentlich den Flur putzen sollte. Aber meine Frau hat Verständnis.

Dann wartet Zuhause noch eine angenehme Überraschung: Die bestellte CD ist eingetroffen. Ludwigs drittes Konzert für Klavier und Orchester. Historische Aufnahme von Glenn Gould und Karajans Philharmonikern. 1957 aufgenommen. Da meine Frau eh nebenan telefoniert stelle ich das Fernsehen stumm und höre mir die CD an. Der große Musiker bin ich nicht, kann aber Noten lesen (auch danach singen) und bin rudimentär des Klavierspiels kundig. Es reicht also, um andeutungsweise zu erfassen, dass hier jemand in der Lage ist Musik nicht zu interpretieren, sondern zu leben. Das die Kompposition „nur“ ein Schlüssel ist, der Komponist wiedergibt, was er durch das Schlüsselloch gesehen hat und der Interpret uns eine Ahnung davon vermittelt, was hinter der Tür sein könnte.
Wer also etwas Zeit erübrigen kann (ist nicht einfach, ich weiß) und seinen Ohren und seiner Seele Gutes tuen will sollte sich diese CD beschaffen und anhören:

Gould Karajan

Sie bewirkt immerhin, das eigentlich erschöpfte, eher prosaische Bierbäuche wie ich sich hinterher noch die Mühe machen, Texte wie diesen zu schreiben. Wer Ohren hat zu hören…..