Schon im vergangenen Herbst….. (Blog 321)

…..fiel mir ein gerade erschienenes Buch in die Hände. Eines dieser Bücher, die selbt einem Vielleser wie mir nur alle drei bis fünf Jahre begegnen. Es hat mich nicht begeistert, nicht beeindruckt – es war mehr:

Die Schilderung eines exemplarischen Lebens. Ein Mann in meinem Alter erfährt von einer unausweichlichen nicht ignorierbaren Problematik die eine Reaktion fordert. Eine Reaktion, die eigentlich nur Resignation sein kann – er aber entscheidet sich anders.

Natürlich entschloss ich mich noch während der Lektüre eine Buchbesprechung zu schreiben. Mach es im Weihnachtsurlaub dachte ich mir. Aber dann raffte mich eine hartnäckige Erkältung nieder und später schob ich es immer wieder vor mir her. Gerade weil ich mir Zeit nehmen wollte, weil ich diesmal nicht nach meiner üblichen Maxime „Hauptsache du schreibst, es kann ruhig etwas schlampig und formal fragwürdig sein“ verfahren wollte fand ich keine Zeit. Immer gab es Unaufschiebbares. Momentan liegen die Steuerunterlagen fordernd auf dem Schreibtisch.

Nun muß es trotzdem sein! Guter protestantisch gepräger Tradition folgend lasse ich meinem „schlechten Gewissen“ freien Lauf und Unterwerfe mich einer Art Gelübde: Der nächste Text, den ich nach diesem veröffentliche wird die Buchbesprechung sein. Gut, Zeit für einige Kommentare bei Freundinnen und Freunden findet sich hoffentlich, aber für alle Fälle bitte ich um Nachsicht falls ich in den nächsten Tagen zu einsilbig oder zu schweigsam werde. Es wird nicht zu lange anhalten.

Ob ich das Gelübde dahigehend erweitere, das der Bart erst wieder geschoren wird wenn der Text vollendet ist – darüber denke ich noch nach….