Durch den Monsun (Blog 340)

Freitagnachmittag um 15.00 Uhr begann unser Urlaub. Die Sonne schien, die Züge kamen pünktlich. Ich traf meine Frau in der Innenstadt. Zuhause angelangt wurden die Einkäufe weggeräumt und dann taten wir das was wir am ersten Nachmittag des Urlaubs immer machen: Wir besuchten ein Restaurant, aßen üppig (Bei mir mußte es Hütsteak mit Krabben sein) und schmiedeten Pläne für die kommenden drei Wochen. Das die Witterung sich zwischenzeitlich radikal änderte entging uns weitgehend, weil wir bewußt an einem einsamen Ecktisch Platz genommen hatten. Kurz vor 19.00 Uhr wollten wir aufbrechen und waren überrascht, als der Kellner uns fragte, ob wir „jetzt“ wirklich gehen wollten .

Nun ist dieses Restaurant nur einige 100m von unserer Wohnung entfernt. Wir besuchen es häufiger und je nach Tagesform oder Witterung benutzen wir den Bus oder gehen zu Fuß. Wir liefen durch den immer noch heftigen Regen zur Bushaltestelle. Dort konnten wir uns unterstellen und warten.

Aber der Bus kam nicht. Konnte nicht kommen. (Erst am nächsten Tag erfuhren wir, das eine tiefer gelegene Strassenunterführung unpassierbar geworden war. ) Wir entschlossen uns dann doch durch den Regen zu laufen.

Der Weg nach Hause besteht im Wesentlichen aus einer Platanenallee die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegt wurde. Relativ alte Bäume also. Für zwei von Ihnen endete das Leben am Freitagabend. Zunächst lag dieser quer über der Straße:

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Was mich empörte, war das der autofahrende Mensch mit gewohnt selbstverständlicher Rücksichtslosigkeit gleich den Bürgersteig zur Straße machte :

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Wenig weiter war ein zweiter Baum Opfer von Sturm und Regen geworden:

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Dieses Foto weist keine ausreichende Schärfe auf, gefällt mit aber dennoch weil es
die Atmosphäre am besten wiedergibt:

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Triefend naß Zuhause angelangt ging es gleich in der überfluteten Waschküche weiter mit Aufräumarbeiten und am nächsten Morgen stellten wir fest , das die Waschmaschine nicht mehr funktionierte und der Balkon verwüstet war.

Ich selber bin auch jetzt noch ungehalten über diesen Urlaubsbeginn. Ich habe Erholung nötig . Katastrophen die ungewohnte Arbeiten nach sich ziehen passen mir nicht ins Konzept und morgen geht es weiter. Meine erste Aufgabe besteht darin einen Reparateur der sich der Waschmaschine widmen soll zum schnellstmöglichen Kommen zu bewegen.

Und danach muß Schluss sein mit Katastrophen. Dann soll es gefälligst leicht, schön und banal werden. Ungefähr so wie hier besungen: http://www.youtube.com/watch?v=EJ0CFXSh_iY