Das Mittwochsbild (61) NF 23

2012-01-16 11.46.41

Im vergangenen Spätherbst hatte ich ein Rezept für einen Kuchen gepostet der eine herbe Komponente hatte: Ungesüßten Kaffee: http://tinyurl.com/899gfha

Heute gibt es etwas Süßes: Bananenkuchen. Ein tropisches Kontrastprogramm zu unserer unwirtlichen Witterung. Dieser Kuchen hat eine wunderbare Konsistenz:
Nicht zu trocken aber auch nicht klitschig. Es ist der dritte den ich esse seit ich dieses Rezept letzten Oktober kennenlernte. Diesmal habe ich ihn zur Arbeit mitgenommen. Wenn ich etwas Gutes entdeckt habe werde ich zum Missionar der andere Menschen gern an seinen Entdeckuneng teilhaben lässt.

Das Rezept habe ich hier gefunden: http://tinyurl.com/74wcvuw

Ich hoffe er schmeckt euch ebenfalls.

Erkältet über den eigenen Vater sinnend fällt die Musik aus (Blog 387)

Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde sie meiner habhaft als ich zu lange zu dünn bekleidet am Computer saß: Die Erkältung. Sie verlief nach dem (wenigstens für mich) klassichen Muster: Bis Montag dicke Mandeln gefolgt von zwei verschnupften Tagen. Ausklang mit Hustenanfällen. Am Mittwoch und Donnerstagtrieb sie mich bereits kurz nach 20.00 Uhr in die Federn und wenig später in Morpheus Arme. Das tat mir gut. Freitag nahm ich im Laufe des Vormittags wahr, das ich das Schlimmste hinter mir hatte. Wenn ich mich am Wochenende ein wenig schone ist sie am Montag Geschichte.

Ein Thema das keinen Mann kalt läßt: Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Lesenswerte Texte über die Versuche einer Annäherung finden sich hier:
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/h/201037

Von meinem hardwareproblem habe ich bereits berichtet. Nun ist eine neue Festplatte eingebaut, windows XP wieder “aufgespielt” nur eines fehlt: Ich kann keine Musik hören (youtube, CD´s etc). Ein Problem mit dem ich nicht gerechnet habe. Unter “Sounds und Audiogeräte” wird “kein Audiogerät” angezeigt. Dasselbe gilt für den eingebauten CD- u. DVD-Player. Kann es sein das es eine ganz einfache Lösung gibt auf die ich nicht komme? Ratschläge werden gern angenommen.

Habt einen erholsamen Sonntag. Möge er euch Kraft für die Fährnisse der kommenden Woche geben.

Manulan

Nicht von dieser Welt (Blog 221)

Georg Gänswein wurde als Sohn eines Schmiedes in einem kleinen Ort im Schwarzwald geboren. Aus ihm ist etwas geworden. Donatella Versace hat ihm eine eigene Modelinie gewidmet und Heiratsanträge bekommt “der schönste Mann im Talar, der je im Vatikan zu sehen war” (Die Weltwoche) auch gelegentlich obwohl die Chancen auf  Annahme sehr gering sind: Georg Gänswein ist einer von zwei Privatsekretären des Papstes. Er ist der Herr über dessen Terminkalender und entscheidet, wer zur Audienz vorgelassen wird.

Nun würde ich der katholischen Kirche  nach den quälend langen Jahrzehnten in welchen sie einen polnschen Fundamentalisten an der Spitze ertragen musste ja gerne einen eloquenten,weltläufigen Mann im Umfeld des Papstes wünschen. Leider wohl vergeblich. Das Interview, welches Gänswein kürzlich dem Magazin der Süddeutschen Zeitung gab zeigt das hier jemand wirkt, der das Dorf aus dem er stammt zumindest gedanklich immer noch nicht verlassen hat.

Wie steht Georg Gänswein zu Frauen? ” Ich habe zwei Schwestern, mehrere Cousinen, die mir halfen, mit dem weiblichen Geschlecht keine Schwierigkeiten zu haben. Ich bin ganz normal aufgewachsen, völlig unverkrampft” Aha! So war das also. Der Interviewer hakt nach: “Sie hatten eine feste Beziehung?” will er wissen. Antwort: “Das nicht. Es gab kleinere schwärmerische Jugendfreundschaften”. Kein Kommentar.

Stattdessen hält Gänswein sich an sei Priesteramt. Hier hat er wie viele Priester eine elitäre Haltung, eine  unangemesen überhöhte Wertschätzung seines “Amtes” entwickelt. So äußerte er sich in einer Predigt anläßlich einer Priesterweihe folgendermaßen: “Du darfst wissen, dass du eine Würde hast, die dich von allen unterscheidet, die nicht Priester sind…Du darfst das Bewusstsein haben, etwas Großes zu tun, tun zu dürfen”. Christliche Demut sieht anders aus .

Die törichte Regensburger Rede des Papstes in welcher der Islam leichtfertig und unnötig provoziert wurde hält er für “prophetisch” und mit der Ökumene hat er es auch nicht. Zwar zeigt er Interesse daran, mit der orthodoxen Kirche ins Reine zu kommen, die Protestanten jedoch erwähnt er mit keinem Wort.

Fazit: Vertreter der katholischen Kirche werden die Bedürfnisse und Nöte ihrer Gläubigen weiter konsequent ignorieren. Der Eindruck drängt sich auf, daß sie Gott lieben, die Menschen aber eher verachten. Die nächsten Jahrzehnte ist mit wesentlichen Reformen nicht zu rechnen.

Quelle: “Der  Papst trägt immer Weiss. Auch beim Fernsehen.” Interview von Peter Seewald, veröffentlicht im SZ-Magazin Nr.30 vom 27.07.2007