VORBEI NF34

Montag 6.15 Uhr
Auf dem Bahnsteig
Auf den Zug nach Essen wartend

Eine Frau kommt.
In meinem Alter
Gebräuntes Gesicht
Kurze Frisur
Blondiertes Grauhaar

Helle Lederjacke
Sandfarbener Rock
Große Muschelkette
Quietschbunte Strandtasche
aus Plastik.

Sie hat noch nicht begriffen
das der Urlaub vorbei ist.
Wieder eine die dem Alltag
nichts abgewinnen kann

Endlich….. (Blog 389)

….habe ich Urlaub. War auch höchste Zeit. Die nächsten drei Wochen gibt es weder Arbeits- noch Reisestress. So manche Flasche Rotwein wird “geköpft”, manches Buch gelesen werden. Es ist eine Gelegenheit mit und in meiner Zeit zu leben, mich in Frage zu stellen, neuen “Einflüssen” eine Chance zu geben.

Was gaaaanz wichtig ist: Seit Monaten schreiben Blogfreundinnen und -freunde Kommentare zu meinen Einträgen während meine Reaktionen eher spärlich sind. Nun ist es Zeit, eure Blogs intensiv wahrzunehmen und etwas zu euren Einträgen zu schreiben. Das habe ich mir für die kommende Woche fest vorgenommen. Ihr werdet von mir lesen….:yes:

Was mir heute Nachmittag bei meinem Streifzug durchs web aufgefallen ist:

Etwas Bösartiges über den “Hauptstädter”. Ich hoffe Ruprecht Frieling verzeiht mir:

http://tinyurl.com/376lwyn

Ein Konserativer war ich nie. Ich will es wenigstens nicht hoffen. Die Gründe dafür kann ich schwer erläutern weil ich dann unangemessenen subjektiv werde. Lassen wir also einen Kundigen meine Bedenken erläutern, der es besser formulieren kann als ich:

http://tinyurl.com/2dze2c6

Die “Internetgemeinde”(?) kann boshaft sein meint die Süddeutsche Zeitung und erläutert “wieso der Versandhändler Otto bald mit einem schlecht geschminkten Studenten werben muss”. Deshalb:

http://tinyurl.com/32mpxpm
http://kurier.at/techno/2053143.php

Ich wünsche allen die diesen Text heute wahrnehmen einen angenehmen “Restsonntag”

Aschenbecher Geschichten (3) (Blog 373)

Aschenbecher Bus 4
Aschenbecher Bus 3
Aschenbecher Bus 2
Aschenbecher Bus 1

Hier handelt es sich um einen Aschenbecheraus Steingut (glasiert). Er stammt aus der zweiten Hälfte der 50er Jahre und hat die Form eines Reisebuses. In den 50er Jahren begann in der Bundesrepublik der Ferntourismus mit Busreisen nach Italien und offenbar war damit so viel zu verdienen, das zumindest einige Unternehmen der Branche Geld für aufwendige Werbegeschenke wie diesen Aschenbecher hatten.

Ich habe nie eine Urlaubsreise mit einem Bus unternommen und will hoffen das so eine Tortur mir auch künftig erspart bleibt. Die wenigen Schulausflüge an denen ich gezwungenermaßen teilnehmen müßte haben mir gereicht. Vielleicht ist dies aber eine gute Gelegenheit sich an den ersten bewußt erlebten Urlaub zu erinnern:

Mein Vater hatte sich schweren Herzens entschlossen sein Motorrad zu verkaufen und ein gebrauchtes Auto zu erwerben. Ein solches:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ford_Taunus_G93A
Die Trennung vom Zweirad war ihm nicht leicht gefallen; noch der über 60jährige ließ später gelegentlich verlauten das er sich wieder ein Motorrad zulegen wolle. Aber für eine mittlerweile fünfköpfige Familie war dies nicht das geeignete Verkehrsmittel um in Urlaub zu fahren. Er fügte sich seinem Schicksal.

So brachen wir dann im Sommer 1959 Richtung Niederlande auf. Ziel war ein Ort namens Callantsoog: http://de.wikipedia.org/wiki/Callantsoog
Dort angekommen stellte sich heraus das es keine freien Ferienwohnungen gab und so sahen sich meine Eltern gezwungen in ein (teures) Hotel zu ziehen.

Dieses Hotel ist das was mir von diesem Urlaub in Erinerung geblieben ist. Der Strand, das Meer – ich habs vergessen, wohl eher als Ödnis empfunden. Aber im Hotel gab es einen grosszügigen Eingangsbereich. Dort lagen – in den Niederlanden der Nachkriegszeit durchaus üblich – orientalische Brücken nicht nur auf den Fußböden sondern auch auf den Tischen. Das faszinierte mich. Bis heute bin ich ein Freund textiler Bodenbeläge und dann gab es noch einen Tisch auf dem jede Menge Zeischriften lagen und Comics. Auch dies etwas Neues für mich und wiewohl ich noch nicht lesen konnte verbrachte ich Stunden mit der Betrachtung dieser bunten Hefte.Das war besser als in der Hitze des Strandes mit einer klebrigen Masse eingerieben zu werden. So wurde aus mir ein Mensch der das Leben im Hotel bis heute zu schätzen weiß und sich vorstellen könnte in so einem Ambiente zu wohnen. In dieser Hinsicht verstehe ich Udo Lindenberg: http://tinyurl.com/yds2jku

Leider fanden meine Eltern bereits nach wenigen Tagen eine Ferienwohnung: Auf einem Bauernhof. Zur Toilette, einen Häuschen außerhalb des Gebäudes ging es quer durch den Garten. Die Tür endete 10cm über dem Boden und einmal besuchte mich dort – von außen kommend – ein Frosch. Leider fand meine Forderung wieder ins Hotel zurückzukehren keine Zustimmung bei den Eltern, aber die Erinnerung an ein ruhiges, dennoch anregendes Umfeld in dem man seinen Gedanken ungestört nachhing und dazu noch Getränke gereicht bekam (damals noch bunte Limonade)konnte mir niemand mehr nehmen.

PS: Auch diese Fotos hat Frau wirrkopf „geschossen“ der ich dafür
an dieser Stelle noch einmal herzlich danken möchte.

Durch den Monsun (Blog 340)

Freitagnachmittag um 15.00 Uhr begann unser Urlaub. Die Sonne schien, die Züge kamen pünktlich. Ich traf meine Frau in der Innenstadt. Zuhause angelangt wurden die Einkäufe weggeräumt und dann taten wir das was wir am ersten Nachmittag des Urlaubs immer machen: Wir besuchten ein Restaurant, aßen üppig (Bei mir mußte es Hütsteak mit Krabben sein) und schmiedeten Pläne für die kommenden drei Wochen. Das die Witterung sich zwischenzeitlich radikal änderte entging uns weitgehend, weil wir bewußt an einem einsamen Ecktisch Platz genommen hatten. Kurz vor 19.00 Uhr wollten wir aufbrechen und waren überrascht, als der Kellner uns fragte, ob wir „jetzt“ wirklich gehen wollten .

Nun ist dieses Restaurant nur einige 100m von unserer Wohnung entfernt. Wir besuchen es häufiger und je nach Tagesform oder Witterung benutzen wir den Bus oder gehen zu Fuß. Wir liefen durch den immer noch heftigen Regen zur Bushaltestelle. Dort konnten wir uns unterstellen und warten.

Aber der Bus kam nicht. Konnte nicht kommen. (Erst am nächsten Tag erfuhren wir, das eine tiefer gelegene Strassenunterführung unpassierbar geworden war. ) Wir entschlossen uns dann doch durch den Regen zu laufen.

Der Weg nach Hause besteht im Wesentlichen aus einer Platanenallee die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegt wurde. Relativ alte Bäume also. Für zwei von Ihnen endete das Leben am Freitagabend. Zunächst lag dieser quer über der Straße:

monsun1

Was mich empörte, war das der autofahrende Mensch mit gewohnt selbstverständlicher Rücksichtslosigkeit gleich den Bürgersteig zur Straße machte :

monsun 2

Wenig weiter war ein zweiter Baum Opfer von Sturm und Regen geworden:

monsun 3_edited

Dieses Foto weist keine ausreichende Schärfe auf, gefällt mit aber dennoch weil es
die Atmosphäre am besten wiedergibt:

monsun 4_edited

Triefend naß Zuhause angelangt ging es gleich in der überfluteten Waschküche weiter mit Aufräumarbeiten und am nächsten Morgen stellten wir fest , das die Waschmaschine nicht mehr funktionierte und der Balkon verwüstet war.

Ich selber bin auch jetzt noch ungehalten über diesen Urlaubsbeginn. Ich habe Erholung nötig . Katastrophen die ungewohnte Arbeiten nach sich ziehen passen mir nicht ins Konzept und morgen geht es weiter. Meine erste Aufgabe besteht darin einen Reparateur der sich der Waschmaschine widmen soll zum schnellstmöglichen Kommen zu bewegen.

Und danach muß Schluss sein mit Katastrophen. Dann soll es gefälligst leicht, schön und banal werden. Ungefähr so wie hier besungen: http://www.youtube.com/watch?v=EJ0CFXSh_iY

Manulan allein zu Haus (Blog 307)

Habe eine Woche Urlaub und seit Montag das Haus kaum verlassen. Bin dennoch immer früh aufgestanden, habe – den Mantel über den Schlafanzug geworfen – die Frau zur Garage begleitet (die Arme muss arbeiten). Danach pendele ich zwischen unaufgeräumten Schreibtisch und Computer, verliere mich mal in Aktenordnern, mal in den Weiten des Netzes, komme so recht nicht weiter. Habe das Gefühl, das mir dieses Leben nicht gut tut; die ersten furchtbaren Folgen werden bereits sichtbar:

Unrasierter

Da bin ich wieder ! (Blog 207)

Vierzehn Tage Urlaub im östlichen Schleswig – Holstein sind schnell vergangen. War schön, hat Spass gemacht und da es neben den acht schönen auch sechs graue Tage gab, blieb etwas Zeit für Einträge in ein Reisetagebuch. Dies wiederum wird Grundlage einiger künftiger Blogeinträge sein. Ich hoffe – bin wohl auch zuversichtlich – das der Inhalt nicht nur für mich interessant sein wird.

Es waren vierzehn Tage ohne Internetanschluss. Ich wollte mal sehen ob ich das durchhalte.
Es war nicht einfach. Einige Male war ich versucht, ein Internetcafe aufzusuchen um wenigstens die E-Mails zu lesen. Ich habe widerstanden! Bin also doch nicht “süchtig”

Aber nun bin ich doch froh, dass ich wieder “bloggen” darf. Aber vorher wollen wir mal schauen, was die Freundinen und Freunde zwischenzeitich geschrieben haben.